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1. Bundesliga, 4.SpieltagFrankfurt mit Bayern-Dusel1. FFC Frankfurt - FC Bayern München 2:1 (0:0) | ||
Text von Tom Schlimme16.10.2006 Das Spiel brachte eine gute und eine schlechte Nachricht für die Fans des 1. FFC Frankfurt. Gute Nachricht: wer solche eher mäßigen Spiele in der letzten Minute noch gewinnt, kann eigentlich nicht anders - muss quasi - deutscher Meister werden. Schlechte Nachricht: um am Donnerstag im Uefa-Cup Rückspiel gegen Kolbotn den 1:2 Rückstand aus dem Hinspiel wett zu machen, muss eine gewaltige Leistungssteigerung her! Der 1. FFC Frankfurt hat sich in der Vergangenheit schon öfter schwer getan gegen die von ihrer Trainerin Sissy Raith immer wieder exzellent eingestellten Münchnerinnen, doch dieses Mal war da immerhin die vermeintlich stärkste Frankfurter Mannschaft aller Zeiten auf dem Platz. Mit Birgit Prinz, Sandra Smisek, Petra Wimbersky, Kerstin Garefrekes und Renate Lingor stand fast die komplette Offensivabteilung der deutschen Nationalmannschaft gegen eine junge, im Neuaufbau befindliche Münchner Mannschaft. ![]() Tina Wunderlich, heute die beste in der Frankfurter Abwehr, klärt hier vor der Münchner Sturmspitze Vanessa Bürki Doch mit hoher Laufbereitschaft, genialer Taktik und frühem Stören zeigte das Team aus München dem haushohen Favoriten schnell die Zähne. Birgit Prinz, in den letzten Ligaspielen und in der Nationalmannschaft stets überragend, kam über 90 Minuten nicht zum Zug, ebenso erging es der durch Leistenprobleme gehandicapten Renate Lingor und Petra Wimbersky. Einzig Sandra Smisek und Kerstin Garefrekes erreichten von den offensiven fünfen annähernd ihr normales Leistungsvermögen. Garefrekes erzielte dann auch das wichtige Ausgleichstor, indem sie in der 76. Spielminute in einer unübersichtlichen Situation den Ball gegen mehrere Münchnerinnen regelrecht ins Tor wühlte. ![]() Das Ausgleichstor durch Kerstin Garefrekes (in der Mitte zwischen Corinna Paukner und Bianca Rech). Torhüterin Ulrike Schmetz ist machtlos Prinz zeigte dann Sekunden vor dem Schlusspfiff, dass es nicht reicht, sie nur 90 Minuten lang auszuschalten. Zwei Minuten waren bereits nachgespielt, Katrin Kliehm trat einen Freistoß an den Strafraum zu Prinz, die drehte sich, spielte zwei Münchnerinnen aus, brachte den Ball hoch in die Mitte, wo die eingewechselte Steffi Jones dann ohne Mühe einköpfen konnte. Vorbei war es mit der Sensation, die so greifbar in der Luft gelegen hatte. Bei den Männer heißt das "Bayern-Dusel", bei den Frauen müßte ein entsprechender Begriff noch geprägt werden. Doch in München muss sich niemand grämen wegen dieses Spiels, man konnte die erste Halbzeit beim Favoriten ausgeglichen gestalten und dann in der 61. Minute durch ein Tor von Vanessa Bürki nach |
Steffi Jones, nach Verletzungspause erstmals wieder eingewechselt, köpft hier den 2:1 Siegtreffer für Frankfurt in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Von links: Birgit Prinz, die den Ball hoch hereingegeben hatte, Corinna Paukner, Nina Aigner, Sandra de Pol, Bianca Eder, Steffi Jones, Katharina Baunach. Verdeckt mit der 18 zwischen Eder und Jones Kerstin Garefrekes | |
Zuspiel von Sylvie Banecki sogar in Führung gehen. Hätte Nina Aigner eine ihrer beiden Chancen in der ersten Halbzeit verwandelt, wer weiß, wie es ausgegangen wäre. Aber erst köpfte Aigner genau auf Nationaltorhüterin Silke Rottenberg (13.), dann schoss sie in der 29. Minute aus kurzer Entfernung knapp vorbei. ![]() Eine Torschützin und eine, die es hätte werden können: Rechts Steffi Jones, die den Siegtreffer erzielte, links Nina Aigner, die ein gutes Spiel machte, in der ersten Halbzeit aber zwei Chancen vergab Mit der immer gefährlichen Bürki in der Spitze und den erst seit September 18-jährigen Banecki- Zwillingen auf den Flügeln - vor allem Sylvie Banecki machte rechts ein Super-Spiel - beließen es die Münchnerinnen keineswegs beim bloßen Verteidigen, sondern forderten die Frankfurter Abwehr ein ums andere Mal. ![]() Sylvie Banecki, hier gegen Meike Weber, gab den Pass zum Münchner Führungstor
So ist dann auch das Fazit der Münchner Trainerin Sissy Raith völlig berechtigt: ![]() Petra Wimbersky, hier beim Schuss gegen Sandra de Pol, konnte sich heute nicht entscheidend durchsetzen
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Frankfurts Trainer Dr. Hans-Jürgen Tritschoks nach dem Spiel: ![]() Welch ein Jubel nach dem Siegtor! Birgit Prinz umarmt Torschützin Steffi Jones, Petra Wimbersky, Sandra Smisek und rechts Susanne Hartel haben das gleiche vor, Daniela Leonbacher wendet sich dagegen enttäuscht ab. Hoffentlich gibt es nach dem Spiel gegen Kolbotn Grund für ähnliche Szenen!
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