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1. Bundesliga, 15. SpieltagTeuer erkaufter Sieg in EssenSG Essen Schönebeck - SC 07 Bad Neuenahr 1:2 (0:2) | ||
Text und Bilder von Heinz Günter Sporkel1.4.2007 Der Angstgegner der SG Essen Schönebeck gab zum dritten Male seine Visitenkarte „Am Hallo“ ab. Fünf Spiele gegen die SGS und fünfmal gewonnen. Didi Schacht wollte diese Serie ausbauen. Ralf Agolli wollte endlich mal gegen die Kurstädter punkten. Doch am Ende blieb alles beim Alten und der SC fuhr als Sieger nach Hause. Allerdings hat der Trainer des Gastklubs nun dicke Sorgenfalten für das nächste Saisonspiel beim VFL Wolfsburg auf dem Gesicht. Vor einigen Wochen gab es die Schlagzeile: Ralf Agolli gehen verletzungsbedingt die Spielerinnen aus. Mittlerweile füllt sich der Spielberichtsbogen der SGS wieder auf. Dafür kann momentan der SC Bad Neuenahr dieses Lied singen. Celia Okoyino da Mbabi, Nadine Fols, Sandra Minnert, um nur einige Beispiele zu nennen. Dazu musste Sandra Albertz auch kurz vor Spielbeginn passen. ![]() Das Essener Lazarett leert sich. Steffi Weichelt (links) konnte in der zweiten Halbzeit nach längerer Verletzungspause ihr Comeback feiern. Vorne rechts Anne-Kathrin Sabel Bei der SGS dagegen ist soweit wieder alles an Bord. Das Lager der Verletzten lichtet sich damit gerade noch rechtzeitig vor dem Pokalspiel gegen den FCR 2001 Duisburg. Schiedsrichterin Moiken Jung pfiff zeitig das Spiel an. Der Gast nahm als Angstgegner sofort das Heft in die Hand. Lydia Neumann und Isabell Bachor wirbelten die Abwehr auseinander. Das Spiel der Heimmannschaft ungeordnet und zu ungefährlich. ![]() Lydia Neumann (links, neben Stefanie Weichelt) schoss das 0:1, doch nicht Lena Goeßling, wie es gestern hier noch stand. Wir bitten um Entschuldigung, auch Trainer können irren, wenn man sie befragt! Ab der 9. Spielminute nahm das Unheil für die SGS ihren Lauf. Stefanie Löhr konnte gerade noch eine Abwehrschwäche beheben, als der folgende Eckball durch den Strafraum segelte. Lydia Neumann konnte ungehindert zum Führungstor des SC Bad Neuenahr einschießen. (Gestern stand hier noch Lena Goeßling als Torschützin, das kam, weil Heinz Günter Sporkel sich nicht ganz sicher war und deswegen nachher Trainer Didi Schacht befragt hatte. Der hatte es aber auch nicht richtig gesehen, inzwischen ist aber klar, das Tor geht definitiv auf das Konto von Lydia Neumann). Einen frühen Rückstand gegen die Apollinaris ist man bei Essen schon gewöhnt. Allerdings meist in den Auswärtsbegegnungen. Hatte man sich gerade mit dieser Situation abgefunden, musste Isabell Bachor noch einen drauf setzen. Ein wunderschöner Schuß von Bachor in den linken Giebel von Stefanie Löhr zum 2:0 nur eine Minute nach dem Führungstreffer. Riesenjubel bei Didi Schacht, seinem Team und dem letzten Häufchen Ersatzspielerinnen auf der Bank. |
Die entscheidende Szene in der 90. Spielminute! Kerstin Wasems hielt den von Charline Hartmann getretenen Handelfmeter und rettete damit Bad Neuenahr den Auswärtssieg in Essen | |
Die erste Halbzeit plätscherte dann dahin. Bad Neuenahr konnte
befreit mit der Führung aufspielen. Essen wirkte ideenlos. Das Spiel ging an Ralf Agollis Truppe irgendwie vorbei.
Lediglich Charline Hartmann hatte mal den Hauch einer Tormöglichkeit nach dem Rückstand. Jasmin Stümper hätte die Führung sogar noch ausbauen können.
Herrliches Fußballwetter begleitet die Spielerinnen zur Pause. ![]() Solide in der Abwehr, aber mit Gelb Rot vom Platz geschickt: Carina Chojnacki Auch mit zehn Spielerinnen wirkte die SGS besser und war dem Ausgleich nahe. Bitter wurde es dann gegen Spielende. Maike Becker, der Ersatz für Sandra Albertz, verletzte sich und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Inzwischen ist bekannt, dass es sich zum Glück doch nur um eine leichte Gehirnerschütterung handelte. ![]() Die Rote Karte sah auch Melanie Schmacher, die nur noch mit der Hand den Essener Ausgleich verhindern konnte Melanie Schmacher konnte in der Schlussphase nur irregulär den Ausgleich verhindern. Moiken Jung zog die Rote Karte. Charline Hartmann legte sich den Ball zum |
Elfmeter hin. Doch den unplatzierten Schuss konnte Kerstin Wasems halten.
Die letzte Tormöglichkeit in diesem Spiel. Nach dem Abpfiff großer Jubel beim „Apollinaris” Troß. Der SC nimmt verdient und sicherlich auch mit etwas Glück und einer vor allem in der zweiten Halbzeit hervorragend haltenden Kerstin Wasems drei Punkte mit. Ein Sieg für die Moral. ![]() Die aufgrund der vielen Verletzungen aus der zweiten Mannschaft ins Team des SC 07 gerückte Maike Becker (2. von rechts), hier noch beim Jubel nach dem zweiten Tor, mußte später ebenfalls verletzt ins Krankenhaus. Zum Glück lautete die Diagnose dann aber doch nur auf leichte Gehirnerschütterung, was uns alle sehr erleichtert.
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