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1. Bundesliga, 6.SpieltagErfreuliche LeistungssteigerungFFC Brauweiler Pulheim - 1.FFC Turbine Potsdam 1 : 2 (0:1) | ||
Von Uwe und Mareike Carlitscheck8.11.2006 Nach den bisherigen Erfahrungen der laufenden Saison und den vorjährigen Ergebnissen gegen diesen Gegner hätten die Zuschauer im heutigen Vormittagsspiel einen weitaus deutlicheren Sieg des 1. FFC Turbine erwartet. Zwischen 0:5 und 0:10 waren die pessimistischen Voraussagen in unserer privaten Runde – wie schön, dass es auch mal anders kommt! Zwar mussten die Gäste auch mit Ersatz antreten und auf Spielerinnen wie Omilade oder Mittag verzichten, doch es wirkten immerhin noch solche Hochkaräter wie Angerer, Hingst, Pohlers, Carlsson oder Kameraj mit, so dass allein von der Besetzung her ein klarer Sieg der Blauen erwartet werden durfte. Die letzten Potsdamer Ergebnisse ließen jedoch auch auf mögliche Schwierigkeiten schließen; man konnte gespannt sein: Würde Potsdam sich gegen den Tabellenletzten „freischießen“, oder würden die Brauweiler Spielerinnen die zuletzt entstandenen Hoffnungen auf bessere Zeiten bestätigen? Die Gastgeberinnen zeigten von Beginn an eine kämpferisch starke Leistung. Unter der Führung der zuletzt sehr vermissten Susanne Kasperczyk ließ die Hintermannschaft kaum gefährliche Angriffe der Potsdamerinnen zu, die überdies auch allzu oft ins Abseits liefen. Was doch aufs Tor kam, wurde von der ausgezeichneten Anna Randerath sicher gehalten oder abgewehrt. Erst in der 25. Minute fiel das Führungstor der Gäste – hervorgerufen durch einen Fehler im Mittelfeld von Brauweiler, als Irmela Koch leichtfertig den Ball verlor. Pohlers flankte und Stefanie Draws erzielte das nicht unverdiente, aber dennoch zu diesem Zeitpunkt überraschende Führungstor. „Jetzt geht es los!“, dachten viele Zuschauer, doch es änderte sich nichts. Potsdam wurde nicht sicherer oder gefährlicher, Brauweiler verteidigte weiterhin mit viel Einsatz, ohne indes selbst zu Entlastungs- angriffen zu kommen. Unschön die Szene, als Kasperczyk einen Schlag ins Gesicht erhielt und offenbar große Schmerzen hatte, Potsdam es aber nicht schaffte, den Ball ins Aus zu befördern, sondern die Verwirrung zu einem breit angelegten Angriff nutzte. Der folgende Gewaltschuss aufs Tor hätte leicht ins Netz gehen können, gerechterweise aber strich die Kugel knapp am Tor vorbei. Die zweite Halbzeit begann so, wie die erste endete: mit einem Abseitstor von Conny Pohlers. Dieselbe Spielerin, die heute eifrig, |
Bei trüben Wetter, das leider keine besseren Fotos zuließ, führt hier Britta Carlson den Ball für Potsdam gegen Irmela Koch. | |
aber glücklos operierte, stand auch in der 50. Minute völlig allein vor Randerath, schoss aber die ihr mutig entgegenstürzende Torhüterin an. So vergaben in den nächsten zwanzig Minuten die früher so sicheren Potsdamerinnen einige Chancen oder wurden immer wieder von der guten Brauweiler Abwehr gestoppt, die in Randerath eine wirklich gute Keeperin hinter sich wusste. ![]() Lange schmerzlich vermißt, jetzt bringt sie neue Hoffnung für Brauweiler: Susanne Kasperczyk Erst in der 54. Minute tauchten auch die mutiger werdenden Grün-Weißen mal im Strafraum der Gäste auf, zwangen Angerer zur Faustabwehr und kamen in der 56. Minute zu ihrer ersten Ecke, die aber von Lenz zu ungenau hereingegeben wurde. Als die eingewechselte Isabel Kerschowski nach endlich gelungenem Angriffszug in der 69. Minute das 0:2 erzielte, empfanden die Zuschauer dies bereits als zu hoch, denn Brauweiler hatte sich eine Gleichwertigkeit erkämpft, die die Gäste sicher überraschte. Trainer Ortiz Gonzalez brachte dann die amerikanische Neuerwerbung Esmeralda Negron, die als zweite Stürmerin Mariana Ciorba unterstützte. Jetzt wurden die Angriffe der Brauweiler zahlreicher und auch |
gefährlicher, und in der 83. Minute war es endlich so weit: Im Anschluss an die dritte Ecke landete der Ball im Potsdamer Netz. Ob er von der als Torschützin verkündeten Paula Balzer geschossen oder von einer Verteidigerin noch zuletzt abgefälscht wurde, war nicht so genau zu erkennen; aber es stand 1:2 und es blieb noch Zeit für weitere druckvolle Angriffe. Jetzt wurden die Gästespielerinnen zusehends nervös und schlugen viele Bälle einfach ins Aus, um den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten. Dies gelang auch mit einiger Mühe, und eigentlich hatten die Zuschauer das Gefühl, dass hier ein Unentschieden gerechter gewesen wäre.
FFC Brauweiler Pulheim
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