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1. Bundesliga, 8. Spieltag

Torschützin gesucht!

FFC Brauweiler Pulheim - Hamburger SV 0:3 (0:2)

Von Uwe und Mareike Carlitscheck

28.11.2006   Jetzt wird es für Brauweiler aber allerhöchste Zeit, wenn der immer näher rückende Abstieg aus der 1. Liga noch vermieden werden soll. Da auch die Spiele gegen die Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte mit unschöner Regelmäßigkeit verloren werden, wird auch der Abstand zu diesen und dem rettenden Ufer immer größer.

Die wenigen Unentwegten, die an diesem lauwarmen, aber sehr düsteren Novembersamstag den Weg in den Abteisportpark zu Brauweiler gefunden hatten, bekamen über neunzig Minuten vor Augen geführt, woran es derzeit mangelt: Trotz zumindest ausgeglichenen Ballbesitzes und erheblichem kämpferischen Einsatzes gelang es den Gastgeberinnen nicht, auch nur eine gefährliche Strafraumsituation zu schaffen oder gar den Ball erfolgversprechend in Richtung Gästetor zu befördern. So verbrachte HSV-Torhüterin Bianca Weech einen insgesamt sehr ruhigen Nachmittag, zumal sie eine sichere Abwehr vor sich hatte, die immer etwas schneller am Ball war als die wenig durchschlagkräftigen Brauweiler Stürmerinnen.

Leider wurde dabei auch die erlaubte Härte wiederholt überschritten, was zu einigen verletzungsbedingten Spielunterbrechungen führte. Vor allem Irmela Koch und Susanne Kasperczyk hatten unter dieser Härte zu leiden, die aber von der Schiedsrichterin Nicole Schumacher nicht angemessen geahndet wurde. Sie hätte ruhig zwei oder drei gelbe Karten mehr zeigen sollen, beließ es aber bei der einen aus der ersten Halbzeit, die sie der schon recht früh ausgewechselten Imke Wübbenhorst gezeigt hatte. Auch übersah sie ein klares Handspiel von Shelley Thompson, die sich im Angriff dadurch einen Vorteil verschaffte – diesmal ohne Folgen für die Gastgeberinnen.

Die Tore fielen nicht zwangsläufig, sondern waren allesamt Folgen von Stellungsfehlern der Abwehr. Zweimal war die clevere Shelley Thompson schon in der ersten Hälfte erfolgreich, als sie einfach schneller reagierte und auch der sonst nicht schlecht haltenden Anna Randerath keine Chance ließ, und beide Male kam sie völlig unbedrängt zum Schuss. Das war in der 34. und in der 41. Minute.


Spielszene

Die Hamburgerinnen hatten, was den Brauweilerinnen derzeit fehlt: eine Torschützin! Shelley Thompson, im blauen Trikot mit rotem Stirnband, machte mit ihren beiden Toren bereits vor der Halbzeit alles klar. Um den Ball streiten sich hier Brauweilers Paula Balzer und Hamburgs Silva Lone Saländer, rechts im Hintergrund Susanne Kasperczyk

Die zweite Halbzeit wurde unter Flutlicht ausgetragen. Das Spiel war weiterhin sehr lebhaft, das Geschehen fand sogar weitgehend in der Hamburger Hälfte des Spielfeldes statt, allerdings zeigten sich auch weiterhin die Defizite des Brauweiler Angriffsspiels. Hamburg beschränkte sich auf die Verwaltung des Vorsprungs und blieb mit schnellen Kontern stets gefährlich. Einer davon führte in der Nachspielzeit noch zum dritten Gästetor, das Christine Schoknecht aus kurzer Entfernung von der halblinken Seite her erzielte.

Irmela Koch

Brauweilers Irmela Koch mußte einiges an hanseatischer Härte einstecken

Insgesamt ein nicht befriedigender Ausgang eines Spiels, in dem Brauweiler wohl auch bei doppelter Spielzeit kein Tor erzielt hätte. Da kann und muss man Trainer Manuel Ortiz Gonzalez nur viel Glück und


ein gutes „Händchen“ wünschen bei der Vorbereitung seines Teams in der Winterpause – und ihm selbst auch an dieser Stelle herzlichen Glückwunsch zum Erwerb der A-Lizenz!

Spielszene

Rätselbild: Wo ist die Torhüterin?

FFC Brauweiler:

Randerath - Bock, Kasperczyk, Koch (65.Kreuzer), Lutz, Ciorba, Negron (58.Fehrenbach), Niculescu (85.Spangemacher), Löhr, Lenz, Balzer

Hamburger SV:

Weech - Engel, Gärtner, Thompson, Saländer, Wübbenhorst (41.Ende), Haye, Schubert (55. Scheib), Mirbach (72. Vreden), Blässe, Schoknecht

Tore:
0:1 Thompson (34.)
0:2 Thompson (41.)
0:3 Schoknecht (90.)

Gelbe Karte: Wübbenhorst

Schiedsrichterin: Nicole Schumacher

Zuschauer: ca. 120


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