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1. Bundesliga, 20. SpieltagGutes Spiel mit ärgerlichem EndeFFC Brauweiler Pulheim - SC 07 Bad Neuenahr 2:3 (2:1) | ||
Text von Uwe und Mareike Carlitscheck23.5.2007 Die Saison geht in die Zielgerade, und neben den hochkarätigen Spielen an der Tabellenspitze mehren sich die Treffen, die man eher als bedeutungslos bezeichnen kann. So wie das heutige Spiel zwischen dem weit abgeschlagenen Schlusslicht aus Brauweiler und dem im bedeutungslos gewordenen Mittelfeld der Tabelle dümpelnden SC Bad Neuenahr. Die Zuschauer konnten nicht ahnen, dass es ein überaus spannendes, gutklassiges Spiel werden würde - leider mit ungerechtem Ausgang. Die Gastgeberinnen hatten ja schon im letzten Heimspiel gegen Crailsheim eine akzeptable erste Halbzeit gespielt, und mit dem gleichen Einsatz und Eifer begannen sie auch die Partie gegen die Gäste von der Ahr. Und um es vorweg zu nehmen: Diesmal hielten sie durch, bis zum Schlusspfiff. Mindestens ein Unentschieden hätten sie verdient gehabt für eine Leistung, die auf eine bessere Zukunft hoffen lässt. ![]() Paula Balzer, Brauweilers junge Kapitänin, bleibt dem Verein auch in der zweiten Liga treu Aber auch in Neuenahr wird solider Bundesligafußball gespielt, so dass dieses Spiel wirklich sehenswert wurde. Die Misstöne brachten - mal wieder! - die Betreuer der Gäste ins Spiel. Mit ständigem aggressivem und lautstarkem Kritisieren reagierten sie auf jede Entscheidung der Schieds- oder Linienrichterin, und leider gelang ihnen auch eine Verunsicherung der ansonsten ordentlich leitenden Schiedsrichterin Nicole Schumacher. Nach einem Allerweltsfoul der Brauweiler Abwehrspielerin Sara Sedgwick, das nicht mehr als einen Freistoß verdient gehabt hätte, tobte die Neuenahrer Bank derart, dass Schumacher schließlich Gelb zog - und die rote Karte gleich hinterher, weil Sedgwick schon verwarnt war. So spielte Brauweiler ab der 74. min mit nur noch zehn Spielerinnen, denen am Ende leider die Kraft ausging, so dass sie das mehr als verdiente Unentschieden nicht mehr über die Zeit brachten. Übrigens wurde Bad Neuenahrs Trainer fünf Minuten später ebenfalls weggeschickt - nach unserem Erachten eine Maßnahme, die viel früher hätte erfolgen müssen. Solche „Sportfreunde” machen einen denkbar schlechten Eindruck und schädigen nicht zuletzt auch das Ansehen des Vereins, den sie vertreten! Aber nun zum Spiel selbst: Brauweilers neue, erst 17 Jahre alte Torhüterin Klara Muhle führte sich schon nach wenigen Minuten mit einer Glanzparade ein, und auch der folgende Eckball wurde bravourös abgewehrt. Beide Mannschaften spielten erfreulich offensiv, so dass es zu zahlreichen spannenden Strafraumszenen kam. Es mangelte nicht an Torschüssen und packenden Zweikämpfen. In der 13. min konnte Jeanette Blömen nur durch ein Foul im Strafraum gestoppt werden; |
Isabell Bachor rettete durch ihren Treffer zwei Minuten vor Abpfiff den Sieg für Bad Neuenahr | |
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Susanne Kasperczyk, die auch heute wieder ein Vorbild an Einsatzfreude war, ließ der guten Neuenahrer Torhüterin Jasmin Paganetti mit ihrem platzierten Elfmeterschuss keine Chance - 1:0. Weiter ging es mit gefährlichem Angriffsspiel: In der 21. min ein schöner Freistoß von Isabell Bachor, in der 24. und 29. min scheiterten Kasperczyk und die diesmal von Anfang an spielende Mariana Ciorba aus 30 bzw. 25 Metern, in der 33. min spielt Ciorba Anne Lenz herrlich frei, doch geht deren Kopfball vorbei. So stürmisch hatten wir die Brauweilerinnen in dieser Saison noch nicht gesehen; doch auch Neuenahr hatte einige Chancen, wobei Muhle die größte in der 34. min mit einer glänzenden Reaktion zunichte machte. ![]() Brauweilers unermüdliche Antreiberin Susanne Kasperczyk Und doch wirkte der Ausgleichstreffer in der 41. min durch Lydia Neumann, die eine gute Flanke von Bachor verwertete, wie eine kalte Dusche auf die Zuschauer. Die Spielerinnen zeigten, dass man sich von einem Gegentor nicht aus der Bahn werfen lassen muss und stürmten munter weiter. Groß der Jubel, als Ciorba sich im Strafraum ein Herz nahm und mit ihrem Flachschuss endlich mal wieder Erfolg hatte. Das 2:1 fiel wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff. Die zweite Hälfte war kampfbetont, hart und von beiden Seiten mit dem Willen zum Erfolg geführt. Störend die immer zahlreicher und lauter werdenden „Beschwerden” von Seiten der Neuenahrer Bank, wie eingangs geschildert, mit dem bitteren Ausgang für die Gastgeberinnen. Kurz vor dem Platzverweis hatte in der 72. min die gerade erst eingewechselte Sandra Albertz den Ausgleich erzielt, und dieses 2:2 wäre |
das gerechteste Ergebnis gewesen. Doch in der 88. min schaffte Bachor noch den Siegtreffer für die Gäste gegen zehn Brauweilerinnen, die nun am Ende ihrer Kraft waren. ![]() Bad Neuenahrs Trainer Didi Schacht sorgte für Ärger
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