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1. Bundesliga, 14. SpieltagWar´s das jetzt?FFC Brauweiler - FC Bayern München 1:2 (1:2) | ||
Text und Fotos von Uwe Carlitschek27.3.2007 Die dem Abstieg aus der ersten Liga bedrohlich nahe gekommenen Brauweilerinnen hatten sich eigentlich viel vorgenommen für dieses Heimspiel. Ein Sieg musste unbedingt her; von einem „12-Punkte-Spiel” war in der Vereinszeitung die Rede. Wenn überhaupt noch von einer Minimalchance auf den Klassenerhalt die Rede hätte sein können, dann musste sie im heutigen Spiel beim Schopfe gepackt werden. Ein Sieg hätte auch dem Selbstbewusstsein sehr geholfen, das nach den beiden letzten hohen Niederlagen sicher angekratzt war. Leider kam es wieder einmal anders. Die Bayern erwiesen sich als die etwas bessere Mannschaft, zumindest in der ersten Halbzeit. Sie hatten weitaus mehr Ballbesitz und hinderten vor allem durch die sehr kompakt stehende Abwehr die Gastgeberinnen daran, planvolle Angriffszüge zu starten. Meist war nach zwei, drei Stationen im Mittelfeld schon wieder Schluss, ging der Ball verloren und wurde den Gästen ein Gegenangriff gestattet. Doch auch die Münchner fanden zumindest im Angriff nur schwer ins Spiel und erzielten lediglich einige Ecken, ohne wirklich gefährlich zu werden. In der 16. Spielminute trafen sie sogar ins Netz, doch wurde der Treffer wegen eines vorausgegangenen Foulspiels zu Recht von der sicher leitenden Schiedsrichterin Christine Beck nicht anerkannt. Dann geschah genau eine Minute später etwas für die Brauweiler Zuschauer Außergewöhnliches: Die Grün-Weißen kamen auf der rechten Seite endlich einmal in Strafraumnähe, eine sehr genaue Hereingabe erreichte die etwa 20 Meter vor dem Tor wartende Esmeralda Negron, die mit dem Ball noch einige schnelle Schritte auf das Bayerntor zulief, wobei die Verteidigerinnen viel zu weit von ihr entfernt waren, und dann schmetterte sie die Kugel aus vollem Lauf ins rechte obere Eck. Unhaltbar für die ansonsten unbeschäftigte Ulrike Schmetz schlug der Ball zur 1:0 Führung für Brauweiler ein. Ein wirklich äußerst selten gewordenes Erlebnis im Pulheimer Stadion, und entsprechend groß war die Freude bei Spielern und Zuschauern. Sogar den sangesfreudigen Münchner Fans verschlug es für kurze Zeit Text und Melodie! Es waren diese fünf Minuten, die die Hoffnung auf bessere Zeiten nährten; dann war wieder alles wie immer: Bayern-Stürmerin Vanessa Bürki kam in der 22. Minute im Brauweiler Strafraum zu Fall, wobei zwei Verteidigerinnen Amtshilfe leisteten - der Pfiff konnte nicht ausbleiben. Elfmeter, und aus war es mit der Führung. Nina Aigner |
Im Brauweiler Stadion weiß man bei so einem Bild nie, ob man eine Strafraumszene vor sich hat oder ein Bild aus dem Mittelfeld, denn auch da stehen Tore am Rand, wie neulich in einem Spielbericht zu sehen. Ob das hier wohl das „richtige” Tor ist? | |
hatte zwar schwach, aber sehr genau in die untere rechte Ecke gezielt, und Katharina Höhfeld tauchte zu spät. 1:1, nach der Freude über die unerwartete Führung nun doch ernüchternd! ![]() Das Verletzenlager des FFC Brauweiler wird nicht kleiner: ab der 78. Spielminute gehört auch Oana Niculescu (links) dazu, die hier noch gegen Sylvie Banecki verteidigt Aber was heißt schon „wäre” den Bayern gelang die überraschende Führung, als sie einen ihrer zahlreichen Angriffe endlich einmal konsequent zu Ende spielten und zu einer weiteren Ecke kamen. Diese wurde genau auf den Kopf von Nina Aigner hereingegeben, von dort landete er unhaltbar im Netz. 1:2, wieder ein Rückstand, der durchaus zu vermeiden gewesen wäre. Dies geschah in der 43. Minute und bedeutete bereits den Endstand, was zum Glück noch niemand ahnte. Die zweite Spielhälfte war eine Fortsetzung des meist planlosen Spiels zweier immer schwächer werdender Mannschaften. Bayern verwaltete den knappen Vorsprung, ohne allzu große Bemühungen um ein drittes Tor erkennen zu lassen, und Brauweiler |
kam durch oft ungenaues Zuspiel und zu geringem Lauftempo zu keinem Angriff mehr, der irgendwie gefährlich genannt werden könnte. Vor allem wurde versäumt, die Hilfe des Rückenwindes zu Weitschussversuchen zu nutzen. Einzig bemerkenswert aus dieser Halbzeit ist noch ein sehr schöner Sololauf von Münchens Sylvie Banecki in der 80. Minute, der jedoch auch nur mit einem Schuss „in die Wolken”endete.
FFC Brauweiler:
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