1. Bundesliga 5. Spieltag

Fünf Tore zum Dank an die Fans

1. FFC Turbine Potsdam : FFC Heike Rheine 5:1 (2:0)

Von Marko Schiller

04.01.2006

Das letzte Spiel im Jahr 2005 für die Heimmannschaft aus Potsdam sollte genutzt werden, um sich zum einen bei den Fans für die tolle Unterstützung zu bedanken und zum anderen um die Tabellenspitze zu erobern. Dass das Spiel mit einigen Minuten Verzögerung erst angepfiffen werden konnte, war dem Wetter und der damit verbundenen Verspätung der Gäste geschuldet.

So begannen die Gastgeberinnen das Spiel auch sehr engagiert und ließen von Beginn an keine Chancen für die Gäste aus Rheine zu. Dies zahlte sich dann in ersten klaren Torchancen in der fünften und sechsten Spielminute durch Conny Pohlers, die an der Torfrau scheiterte, und Isabell Kerschowski aus.
In der achten Spielminute war es erneut Conny Pohlers, die diesmal per Kopf eine Chance erhielt, aber das Tor wollte noch nicht fallen.

Fünfmal konnten die Turbinen gegen Rheine jubeln...

Archivbild: Jan Kuppert

Erst in der 19. Minute konnte durch Anja Mittag die nächste Großchance erarbeitet werden, die ebenfalls an der Torfrau scheiterte.
Dann allerdings wurde der Bann gebrochen. In der 21. Spielminute setzte sich Mittag setzte sich über die rechte Außenbahn durch, passte an den Fünf-Meter-Raum, wo Isabell Kerschowski den Ball direkt zum 1:0 verwandelte. 17 Minuten später konnte das 2:0 bejubelt werden, ein abgelenkter Schuss von Navina Omilade fand

den Weg ins Tor. Sicherlich ein wenig glücklich, aber dennoch verdient, da Rheine kaum Akzente setzen konnte. So ging es dann auch in die Halbzeit.

Aus dieser kam Potsdam mit mehr Schwung heraus und erzielte in der 51. Spielminute durch Jennifer Zietz das 3:0. Ein schöner Schuss aus 16 Metern nach Vorlage von Petra Wimbersky über die rechte Seite. Kurz darauf wechselten die Gäste zum ersten Mal aus, für Jennifer Voss kam Maxine Mittendorf ins Spiel.
Zwar spielte Rheine jetzt durchaus mehr mit, konnte allerdings keine zwingenden Torchancen erarbeiten, im Gegensatz zu Turbine. Diese erhöhten in der 60. Spielminute durch Pohlers auf 4:0 und entschieden damit das Spiel endgültig für sich.

Im Spiel gegen Rheine gab's zwar keinen Nebel - Aferdita Podvorica macht jedoch derzeit bei jedem Wetter eine gute Figur.

Archivbild: Jan Kuppert

In der 64. Minute gab es dann eine kuriose Szene: Britta Carlson und Petra Wimbersky verließen das Spielfeld, Cristiane und Karolin Thomas sollten ihre Plätze einnehmen. Allerdings wurde Thomas der Gang auf den Platz durch die Schiedsrichterin verwehrt. Warum war dem Anhang in Potsdam allerdings nicht klar. So musste sich kurzerhand Aferdita Podvorica ihres Trainingsanzuges entledigen und kam an Stelle der frustrierten Thomas aufs Spielfeld.
In der 79. Spielminute wechselte Bernd Schröder erneut und brachte Carolin Schiewe für Isabell Kerschowski. Nur eine Minute später krönte Podvorica ihr derzeitiges spielerisches und kämpferisches Hoch mit dem 5:0, bevor Ines Reinicke in der 82.


Dyanne Bito gab die Vorlage zum Ehrentreffer für Heike Rheine.

Archivbild: Nora Kruse

Spielminute nach Flanke von Dyanne Bito den Ehrentreffer für die Gäste aus Rheine schoss.
Dies war auch der Endstand des Spiels, in dessen Anschluss die Mannschaft ein Plakat entrollte und sich mit den Worten: “We never walked alone! Vielen Dank!“ bei allen Anwesenden im Stadion bedankte.

Aufstellungen

Potsdam:
Angerer – Kuznik, Becher, Carlson (64. Podvorica) – Omilade, Hingst, Wimbersky (64. Cristiane), Zietz – Pohlers, Mittag, I. Kerschowski (79. Schiewe)

Rheine:
Bittner – Graf, Hunecke, Kattenbeck (85. Scholz), Heuvels – Voss (55. Mittendorf), Stegemann, Reinicke, Bock – Dito, Dekker (90. Thiem)

Tore:
1:0 I. Kerschowski (21.)
2:0 Omilade (38.)
3:0 Zietz (51.)
4:0 Pohlers (60.)
5:0 Podvorica (80.)
5:1 Reinicke (82.)

Schiedsrichterin: Schönfeld (Schleiz-Gräfenwarth)

Gelbe Karte: Carlson

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