![]() |
1. Bundesliga 21. SpieltagSindelfingen wahrt Chance auf KlassenerhaltVfL Sindelfingen : FFC Heike Rheine 2:1 (2:0) | ||
Von Roland Baumann28.05.2006 Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar. Durch den Sieg in Frankfurt über den FSV kam man der Mannschaft aus Pulheim schon auf fünf Punkte ran. Sollten die bei den Bayern verlieren und Sindelfingen gegen Rheine gewinnen, wäre man bis auf zwei Punkte ran. Und das bei noch einem ausstehendem Spiel – und zwar in Brauweiler! Der Klassenerhalt ist also noch möglich! Wie gesagt, man musste gegen Rheine gewinnen.
Wie Trainer Günter Rommel dann seine Mannschaft darauf eingestellt hat, war schon erstaunlich. Von Anfang an trat der VfL
sehr selbstbewusst auf. Schon in der siebten Minute gab es die erste Chance für Karin Burger, doch Loes Geurts im Gehäuse
der Gäste konnte klären. Dann wurde es eng für den VfL, als Dyanne Bito in der 30. Minute einen Konter aus abseitsverdächtiger Position übernahm – ihr Schuss ging jedoch am Kasten vorbei. Nur fünf Minuten später zeigte sich Bito erneut, doch Donoli im Tor des VfL konnte den Schuss halten. Einen dritten Versuch von Bito in der 35. Minute vereitelte die Schiedsrichterin: Abseits! Eine Minute später war wieder der VfL im Angriff, der Ball wurde jedoch zur Ecke geklärt. Die landete mitten im Heike-Strafraum, wo keiner richtig klären konnte. |
||
|
Nadine Beck war zur Stelle, 1:0. Und der Vfl machte weiter Druck. In der
39. Minute kam Laura Grab von links zum Schuss, aber Geurts konnte halten. Nur drei Minuten später brach Michaela Althaus
links bis zur Grundlinie durch. Ihre Flanke auf die Mittelstürmerposition führte etwa fünf Meter vor dem Strafraum zu einem
Foul. Den fälligen Freistoß zirkelte Nadine Beck gekonnt über die Mauer, 2:0! In der 44. Minute eine letzte Chance vor der Halbzeit für Heike, als Ines Reinicke aus guter Position abzog, aber Donoli halten konnte. So stark hatte man den VfL Sindelfingen in dieser Saison noch nicht gesehen, 2:0 zur Halbzeit!
War es Kräfteverschleiß oder eine geänderte taktische Marschroute, jedenfalls zeigte die zweite Halbzeit ein völlig anderes
Bild. Der VfL überließ den Gästen das Spiel und suchte seine Chancen nur noch über Konter. So in der 50. Minute, als die
zur Halbzeit eingewechselte Nina Müller an Geurts scheiterte. Der Druck der Gäste wurde immer stärker. In der 53. Minute
herrschte Chaos im VfL-Strafraum, aber der Schuss ging vorbei. Zwei Minuten später war es wieder Bito, die Theresa Hunecke
in Szene setzte, doch wieder vorbei. Doch der Druck von Heike Rheine hielt an. In der 59. Minute setzte sich wieder Bito in der Mitte durch, doch ihr Schuss ging über das Tor. Zwei Minuten später versuchte es Jennifer Voss per Freistoß, doch Donoli konnte parieren. Eine Minute später passierte es dann doch. Es war wieder Bito, die sich rechts in den VfL-Strafraum durchtankte. Sie ließ Donoli aus spitzem Winkel keine Chance, nur |
noch 2:1! Zwar blieb Heike Rheine weiterhin tonangebend, doch war die VfL-Abwehr um Tanja Hees und Nadine Beck meist
Zweikampfsieger und leitete weitere Konter ein, wie in der 69. Minute, als Stefanie Fauser über das halbe Spielfeld lieft
und erst im Heike-Strafraum abgeblockt werden konnte. Ähnlich in der 71. Minute, als Melanie Müller ihre Namenskollegin
Nina auf die Reise schickte, aber Geurts ihr den Ball im letzten Moment vom Fuß nehmen kann.
Letztendlich blieb es beim nicht unverdienten 2:1 für den Vfl Sindelfingen, weil Heike Rheine – mit Ausnahme von Dyanne
Bito – einfach nicht zu zwingenden Torchancen kam, während der VfL gerade in der ersten Halbzeit seine Möglichkeiten
nutzte. Aufstellungen
Sindelfingen
Rheine
Tore: Gelb: N. Müller, Dekker Schiedsrichterin: Monique Klauß
Zuschauer: 300
| |