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1. Bundesliga 19. Spieltag

Späte verdiente Tore

VfL Sindelfingen : Hamburger SV 0:3 (0:0)

Von Roland Baumann

10.05.2006

Bei endlich schönen Frühlingswetter verloren sich gerade mal 30 Fans auf der Tribüne des Sindelfinger Floschenstadions. Insgesamt sollen circa 240 Zuschauer das Spiel verfolgt haben. Eigentlich schade!

In den ersten zwanzig Minuten passierte nicht viel, bevor dann endlich der VfL zu seinen ersten Chancen kam. In der 19. Minute passte Sandra Ruf auf Michaela Althaus, die jedoch im Abseits stand. Nur sechs Minuten später war es Ruf selber, die einen schön getimten Pass erhielt, den Kasten jedoch knapp verfehlte.
Dann brach jedoch die Phase des Hamburger SV an. In der 33. Minute stürmten gleich zwei Hamburgerinnen in Richtung gegnerischen Kasten, Stefanie Fauser konnte das 0:0 jedoch gerade noch retten. Vor dem Halbzeitpfiff kam der HSV noch zu weiteren drei guten Chancen. Zunächst war es ein Freistoß von Aferdita Kameraj, den Daniela Donoli im Sindelfinger Tor jedoch parieren konnte. Wenige Minuten später startete Tanja Vreden auf der rechten Seite bis zur Grundlinie durch, passte zur Mitte auf die völlig freistehende Silva Lone Saländer, die aus etwa vier Metern Entfernung jedoch über das Tor schoss. In der 45. Minute war es dann wieder Saländer, die einen Pass von der rechten Seite erhielt, jedoch an Donoli scheiterte.
So stand es zur Halbzeit 0:0 mit leichten Vorteilen für den HSV, der aber nicht wirklich überzeugen konnte. Viel Mittelfeldgeplänkel, viele Fehlpässe – besonders aber beim VfL – und nur wenig packende Strafraumszenen.


Die zweite Halbzeit begann munter mit Angriffen auf beiden Seiten. Zunächst rollte der Angriff auf Seiten des HSV, Nadine Beck versuchte zu klären, den Abpraller setzte Kameraj jedoch über das Tor. Im Gegenzug der VfL: Ruf spielte einen weiten Pass auf Althaus, aber auch sie schoss über das Tor – wie in der 60. Minute erneut. Die Sindelfingerinnen erarbeiteten sich mehrere Chancen in dieser Phase, es fehlte ihnen jedoch an Präzision, wodurch der HSV ab der 68. Minute wieder das Zepter übernahm.
Schubert bricht auf der linken Seite durch, Beck kann in letzter Minute klären, bevor Donoli nur wenig später einen strammen Schuss von Marion Wilmes parieren konnte. Die Hamburgerinnen ließen nicht locker, hätten in der 72. Minute nach einer Ecke die Führung wieder auf dem Fuß gehabt: nach einem dicken Patzer von Donoli erwischte Alexandra Gärtner den Ball etwa einen Meter vor der Torlinie nicht. Sieben Minuten später war es dann jedoch passiert, der VfL konnte einen Angriff der Hamburgerinnen nicht klären, wodurch Vreden auf der rechten Seite völlig frei zum Schuss kam und das 1:0 für den HSV erzielte. Nur etwa zwei Minuten später hätte Schubert die Führung ausbauen können, als sie über die linke Seite durchstartete, ihren Schuss dann jedoch an die Latte setzte.

In der 85. Minute dann mal Entlastung für den VfL, als Ruf links auf Karin Burger passte – deren Schuss jedoch in die Wolken ging.
Und auch das 2:0 für den HSV in der 90. Minute durch Weigel aus stark abseitsverdächtiger Position


ließ die Sindelfingerinnen nicht aufgeben. Melanie Müller tankte sich gegen drei Hamburgerinnen im Strafraum durch, bevor sie von HSV-Keeperin Bianca Weech gestoppt werden konnte.

Den Schlusspunkt setzte dann Vreden, die sich für das Chaos im VfL-Strafraum mit dem 3:0 für die Elbstädterinnen bedankte.

Der VfL zeigte endlich mal anständigen Angriffsfußball, doch fehlte die notwendige Präzision (zu viele Fehlpässe), um den HSV wirklich unter Druck zu setzen. Die Hamburgerinnen waren deutlich zielstrebiger. Sie mussten zwar lange auf zählbaren Erfolg warten, jedoch war der Sieg auch in dieser Höhe verdient.

Aufstellungen

Sindelfingen:
Donoli, Beck, Heller, Fauser, U. Müller (72. Burger), Althaus, Hees (82. Gramm), Chandraratne, Ruf, N. Müller (70. M. Müller), Grab

Hamburg:
Weech, Haye, Gärtner, Kameraj (89. Arp), Saländer, Engel, Schubert, Wilmes, Scheib, Heinßen (65. Weigel), Vreden

Tore:
0:1 Vreden (80.)
0:2 Weigel (89.)
0:3 Vreden (90+)

Gelb: -

Schiedsrichterin: Christiane Schönfeld (Schleiz-Gräfenwarth)

Zuschauer: 240

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