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1. Bundesliga 11.Spieltag
Arbeitssieg
Hamburger SV – FSV Frankfurt 3:1 (2:0) | ||
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Von Christian Heidler 13.12.2005 Eigentlich hätte es eine klare Angelegenheit sein müssen für den überzeugend in die Saison gestarteten Tabellenvierten aus Hamburg, konnte doch das Schlußlicht aus Frankfurt bislang lediglich einen Punkt und zwei Tore zu seinen Gunsten verbuchen. Doch statt eines Kantersieges gelang dem HSV nur ein wenig über- zeugender Arbeitssieg gegen den Außenseiter aus Hessen. Wenig begeistert stand die Fotografin des Hamburger Abendblattes am Spielfeldrand und fror vor sich hin. Die Partie war wie das Wetter als trist und unschön zu bezeichnen und bot wenig, was das Fußballerherz erwärmen konnte. Der HSV bestimmte das Spielgeschehen, schaffte aber nur selten einen geordneten Spiel- aufbau. Und zwingende Chancen erarbeiteten sich die Rothosen in der 1. Halbzeit auch nur wenige. Die Anspiele in die Spitzen wurden von der FSV-Abwehr zumeist abgefangen oder die Stürmerinnen wurden aus dem Abseits zurück gepfiffen. Hamburg tat sich schwer gegen die defensiv ausgerichteten, einsatzfreudigen Gäste. Dabei stand Frankfurt nicht einfach nur hinten drin, man mühte sich auch um eine spielerische Linie und kam nicht selten in die gegnerische Hälfte. Mehr als ein Fernschuß, der Hamburgs Torfrau Bianca Weech vor keine Probleme bereitete, war an Torchancen beim FSV jedoch nicht zu verzeichnen. Wie sehr der HSV von seinem eigenen Spiel enttäuscht war, verdeutlichte eine Szene Mitte des ersten Durchgangs als Maja Schubert ins Abseits lief und nach dem Pfiff den Ball ins Frankfurter Gehäuse drosch. Eine Unbe- herrschtheit, die ihr eine gelbe Karte einbrachte. Doch als es schon nach einem torlosen Halbzeitstand aussah, fiel dann doch noch ein reguläres Tor für die Hanseatinnen. Silva Lone Saländer, die als eine von wenigen HSV-Spielerinnen noch eine ansprechende Leistung bot, erlöste Team und Anhang. Und nur 2 Minuten später erhöhte Torjägerin Tanja Vreden gar auf 2:0. Verena Volz im Tor der Frankfurter war beides mal machtlos. Bitter für sie, die doch bis dahin verhältnismäßig selten eingreifen mußte, bitter auch für die FSV-Spielerinnen, die sich dank dieser Unkonzentriertheiten um den Lohn ihres engagierten Auftritts brachten. In der zweiten Hälfte setzte sich zunächst das bekannte Spiel fort, nur dass Jackline Günther die angeschlagene Katrin Schneider ersetzte und auf der Gegenseite etwas später erst Kathrin Patzke für Schubert und dann Julia Weigel für Tanja Wörle in die Partie kamen. Hamburgs Angriffe wurden häufig von Anissa Holzhaus abgefangen oder von der emsig rackernden Yvonne Baerthel geklärt. Im |
![]() Silva Lone Saländer gehörte zu den besten auf dem Platz und schoss zwei Tore. Archivbild: Tom Schlimme
Doch der „Sportverein“ antwortete postwendend durch ein Tor der lauffreudigen Günther. Die Gäste sahen, dass gegen diesen HSV durchaus mehr drin war und bliesen zur Attacke. Nun brannte es doch so einige Male im Hamburger Strafraum und ein zweiter Treffer für den FSV war durchaus in Reichweite. Andererseits boten sich dem HSV nun einige gute Konterchancen. Jetzt erhielt Volz doch noch Gelegenheit, ihr ganzes Können zu zeigen!
Beide Seiten wechselten noch einmal (Marion Müller für Tanja Dürr und Stepanie Ende für die verwarnte Aferdita Kameraj), doch am Ende der von Schiedsrichterin Monique Klauß zwar etwas kleinlich, aber konsequent geleiteten Partie blieb das 3:1 stehen.
Der FSV Frankfurt hatte gemessen an seinen Möglichkeiten ein erstaunlich gutes Spiel geboten und sich nicht wie ein
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hoffnungsloser Absteiger präsentiert. Stand auch die Abwehrarbeit im Vordergrund, wurde doch auch der Versuch unternommen, vor des Gegners Tor
zu kommen. Neben dem kämpferischen Einsatz ist vor allem hervorzuheben, dass der FSV sich auch nach dem dritten Gegentor nicht aufgab, ja ab diesem Zeitpunkt sogar noch zuzulegen vermochte. Während Frank Schwalenberg trotz der Niederlage Grund zur Zufriedenheit hatte, war es bei Hamburgs Coach Achim Feifel eher umgekehrt: Er konnte sich nur über die fest eingeplanten 3 Punkte, aber kaum über die gebotene Mannschaftsleistung bei diesem Arbeitssieg freuen. Jackline Günther gelang gegen den HSV das dritte Tor für den FSV in dieser Saison. Archivbild: Tom Schlimme
Hamburger SV:
Weech - Haye, Gärtner, Kameraj (83. Ende) - Wilmes, Saländer, Wörle (68. Weigel), F. Engel, Wübbenhorst - Vreden, Schubert (53. Patzke)
FSV Frankfurt:
Volz - Özer, A. Engel, Holzhaus, Bärthel - Schneider (46. Günther), Maksuti, Gado, Schatton - Nyembo, Dürr (75. M. Müller)
Zuschauer: Offiziell 350, tatsächlich schätungsweise nur halb so viele
Tore:
Gelb Karten: Schubert, Kameraj
Schiedsrichterin: Monique Klauß (Mülheim) |