Bilder von Beate Wolter Text von Jens Wolter 29.5.2006
Drei Treffer, die aus Hamburger Sicht vermeidbar gewesen wären, bescherten Duisburg einen klaren und verdienten Sieg, während einige gut herausgespielte Chancen nicht den Weg ins Tor fanden.
Gleich die erste Minute sah den ersten Aufreger der Partie, nämlich einen Zusammenprall zwischen Duisburgs Torjägerin Inka Grings und Hamburgs Torfrau Bianca Weech. Beide Spielerinnen konnten zum Glück weiterspielen.
Die erste Halbzeit sah eine eindeutig feldüberlegene Duisburger Mannschaft, während die Hamburgerinnen sehr vorsichtig agierten und besonders im Spiel nach vorne Mängel offenbarten. Die ersten Torchancen entstanden folgerichtig ausschließlich auf Duisburger Seite, brachten sämtlich jedoch nicht den sicherlich gewünschten frühen Torerfolg. Zu nennen sind hier insbesondere die erste Ecke des Spiels in der 5. Minute, ein direkter Freistoß aus halblinker Position in der 7. Minute und ein Schuß von Grings in der 13. Minute, der knapp über das Tor ging. In der 17. Minute konnte Torfrau Bianca Weech im Herauslaufen gerade noch zum Einwurf für Duisburg abwehren, in der darauf folgenden Szene gelang Patricia Hanebeck dann jedoch das 0:1 für die Gäste, wobei die Hamburger Abwehr nicht gerade glücklich agierte.
 Hamburgs Janina Haye klärt per Kopfball vor Inka Grings. Vorne Shelley Thompson, die ab der kommenden Saison für die Elbestädterinnen auflaufen wird.
Die von Tanja Vreden herausgeholte erste Ecke für Hamburg in der 23. Minute blieb nur ein Intermezzo, welches die Duisburger Angriffsbemühungen nur kurz unterbrach. In der 30. Minute führte ein ungeschickter Zweikampf im Hamburger Strafraum zu einem Elfmeter, den Simone Laudehr souverän zum 0:2 verwandelte.
 Silke Rottenberg im Duisburger Tor klärt vor Miriam Scheib.
In der 34. Minute ergab eine Hereingabe von Miriam Scheib, die insbesondere in der ersten Spielhälfte ein Aktivposten auf der rechten Seite des HSV war, zur ersten nennenswerten Torchance der Gastgeberinnen, der Torschuß von Marion Wilmes strich jedoch über das Tor hinweg. Shelley Thompson war es dann in der 39. Minute vorbehalten, eine Art Querschläger in der HSV-Abwehr zum 0:3 ins Tor zu drücken. Eine Minute später sah Inka Grings die einzige gelbe Karte des Spiels nach einem Foul an Miriam Scheib.
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Vor dem Spiel wurde Aferdita Kameraj (mit Blumendtrauß) von den Abteilungsleitern Gerd Hein (l.) und Hartmut Engel verabschiedet. Sie verlässt den HSV in Richtung Turbine Potsdam. Rechts Maja Schubert und Silva Lone Saländer.
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Die letzten 5 Minuten der ersten Halbzeit gehörten dann dem HSV. Hatte ein Schuß von Aferdita Kameraj in der 42. Minute das Duisburger Tor noch weit verfehlt, so hatten die Gäste in der 43. Minute Glück, als ein Schlenzer von Maja Schubert an Silke Rottenberg vorbei nur das Außennetz traf. Ein Schuß von Tanja Vreden in der 45. Minute wurde knapp über den Querbalken gelenkt, die nachfolgende Ecke brachte allerdings keine erneute Gefahr für das Duisburger Tor.
Beide Mannschaften starteten mit jeweils zwei personellen Veränderungen in die zweite Halbzeit. Der HSV konnte diese Spielhälfte nun offener gestalten und kam durch Konter auch selbst zu Torchancen, bei denen dem Betrachter jedoch das große Manko des Hamburger Teams, nämlich die schwache Chancenverwertung, deutlich vor Augen geführt wurde (die vier jeweils vor und hinter dem HSV platzierten Mannschaften haben alle mehr Tore erzielt als die Hamburgerinnen).
Auch für Duisburg ergaben sich noch Chancen, den Sieg deutlicher zu gestalten. Torfrau Bianca Weech hatte hier noch mehrfach Gelegenheit, sich auszuzeichnen und den HSV vor einem höheren Rückstand zu bewahren.
Ein in der 60. Minute ezieltes Tor des HSV fand wegen abseits keine Anerkennung. Aus dem Blickwinkel des Berichterstatters sah es allerdings so aus, als sei der Ball nach einer Abwehr von Silke Rottenberg zur Torschützin gekommen, was das Abseits aufgehoben hätte. In der 67. und 70. Minute hatte Corinna Schröder jeweils die Möglichkeit, das Ergebnis zu erhöhen, ihre Schüsse gingen
 Tanja Vreden (l.) und Annike Krahn - wer bekommt den Ball?
jedoch am langen Eck vorbei bzw. über die Querlatte.
In der 79. Minute mußte Friederike Engel nach einer Einzelaktion von Inka Grings für die bereits ausgespielte Bianca Weech vor der Torlinie wegschlagen, in der 86. Minute konnte Weech gegen die erneut durchgestoßene Inka Grings gerade noch retten.
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Die beiden besten Gelegenheiten in den Schlußminuten für den HSV hatten Gina Heinßen, als sie in der 84. Minute nach Steilpass allein vor Silke Rottenberg auftauchte, den Ball aber an Torhüterin und Tor rechts vorbeischlenßte, und Janina Haye, deren Freistoß in der 89. Minute von Silke Rottenberg zur Ecke abgewehrt wurde.
 Aferdita Kameraj (l.) wird von Annemieke Griffioen verfolgt.
Gemessen an den Chancen, kam Duisburg zu einem auch in der Höhe verdienten Sieg. Die Duisburgerinnen werden allerdings mehr als nur einen Gang zulegen müssen, wenn sie am letzten Spieltag das "Endspiel" um die Vizemeisterschaft gegen den 1. FFC Frankfurt erfolgreich gestalten wollen.
Hamburger SV
Weech - Haye, Gärtner , Kameraj - Scheib, Schubert (46. Weigel), Engel, Wilmes (46. Steckel), Saländer - Vreden, Wübbenhorst (64. Heinßen)
 Die Duisburgerinnen feiern den Sieg mit ihren Fans.
FCR Duisburg
Rottenberg - Krahn , Hauser, Schröder - Oster, Hanebeck (46.van Bonn), Griffioen, Laudehr (46. Bajramaj), Weber - Grings, Thompson (59. Wilder)
Tore:
0:1 Hanebeck (18.)
0:2 Laudehr (30./FE)
0:3 Thompson (39.)
Gelb: Grings
Schiedsrichter: Christine Frai (Bremen)
Zuschauer: 400
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