Von Jens Wolter (Text) und Beate Wolter (Fotos)
12.09.2005
Die Gastgeberinnen machten sofort deutlich, dass sie die drei Punkte in Hamburg behalten wollten. Bereits in der ersten Spielminute brachte ein Flankenlauf von Stürmerin Kathrin Patzke über links Gefahr für das Freiburger Tor, aber der Kopfball von Mittelfeldspielerin Aferdita Kameraj landete in den Armen der Freiburger Torhüterin Alexandra Schwald.
Auch in den Folgeminuten setzte der HSV die Breisgauerinnen unter Druck. Spektakulärste Szene war hierbei ein Lattentreffer von Torjägerin Tanja Vreden in der 4. Minute. Erst in der 12. Minute gab es den 1. Torschussversuch des SC Freiburg, der jedoch deutlich vorbei ging.
Die erste wirklich gefährliche Chance für Freiburg ergab sich in der 21. Minute durch einen von Melanie Behringer getretenen direkten Freistoß von halblinks, der von Torfrau Bianca Weech trotz Irritierung durch eine Freiburger Spielerin sicher gefangen wurde.

Tanja Vreden und Torschützin Silva Lone Saländer bejubeln das 1:0. Links kurioser Frust bei Freiburgs Torfrau Alexandra Schwald
Während der gesamten 1. Halbzeit schaffte es der HSV zwar, das Spielgeschehen weitgehend in die Freiburger Hälfte zu verlagern, jedoch sprangen nur relativ wenige klare Torchancen für die Gastgeberinnen dabei heraus, so z.B. in der 29. Minute durch einen sehenswerten Fallrückzieher von Silva Lone Saländer nach Vorarbeit durch Patzke und Vreden oder eine Doppelchance von Patzke und Kameraj in der 32. Minute. In diesen Situationen konnte Torfrau Alexandra Schwald sich auszeichnen und ihr Team vor einem Rückstand bewahren. Bis zur Halbzeitpause war das Freiburger Konzept, die Hamburger Angriffsbemühungen durch einen tief gestaffelten Abwehrwall abzufangen, voll aufgegangen.
Zur zweiten Halbzeit stellte sich den Zuschauern die Frage, wie lange die Hamburgerinnen das Kräfte zehrende Anstürmen gegen das Freiburger Bollwerk würden durchhalten können. Jedenfalls zeigten die Gastgeberinnen sofort nach Wiederanpfiff, dass sie da weitermachen wollten, wo sie vor der Pause aufgehört hatten. Ein energischer Vorstoß von Kathrin Patzke ergab in der 48. Minute den überhaupt ersten Eckball der Partie, der jedoch keine Gefahr für das Freiburger Tor bedeutete.

Die enorm schnelle und leichtfüßige Kathrin Patzke entkommt hier bei einem ihrer
vielen Vorstöße Freiburgs Kerstin Boschert
Diese Gefahr ergab sich dann in der 51. Spielminute, als ein energischer Vorstoß von Katharina Freitag auf dem rechten Flügel zu einer turbulenten Szene im Freiburger Strafraum führte, wo die bisher sichere Alexandra Schwald den Ball verpasste und Saländer diesen letztlich zum 1:0 im Freiburger Tor unterbringen konnte, nachdem Versuche von Vreden und Kameraj gerade noch abgewehrt wurden.