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1. Bundesliga, 17.SpieltagRheine beendet Freiburger SiegesserieSC Freiburg - FFC Heike Rheine 2:2 (0:1) | ||
Text von Johannes Huber 19.4.2006 Nach einem 0:2 Rückstand rettete der SC Freiburg im Bergmatten- hofstadion in Sexau vor 330 ZuschauerInnen bei bewölktem aber trockenen Wetter in der 1. Frauenbundesliga noch einen Punkt. Die Ausgangslage war klar, der SC ging als Tabellenfünfter und mit zuletzt fünf in Folge gewonnen Spielen in die Partie, Heike Rheine brauchte noch einen Punkt, um sich den Klassenerhalt, der zumindest theoretisch noch gefährdet war, klar zu machen. Die SC Damen haben mit dem Abstieg schon länger nichts mehr zu tun, aber auch in der Tabelle nach oben zu rücken ist maximal noch um einen Platz möglich. Es war also ein Spiel um die vielzitierte "goldene Annanas", derer noch einige in dieser Saison folgen dürften. ![]() Rheines Dyanne Bito (links) gegen Freiburgs Alexandra Kury. Wer ist eher am Ball? Das Spiel wurde von beiden Seiten offen geführt, mit zahlreichen Chancen für beide Teams. Munter legten die SC Damen los und kamen bereits in der zweiten Minute durch einen Kopfball von Katja Bornschein erstmals vors Rheinische Tor, Frederike Bittner konnte den Ball jedoch problemlos halten. Zwei Minuten später war es Rheine, die erstmals in den Freiburger Strafraum eindringen konnten, jedoch an der gewohnt souveränen Innenverteidigerin Kerstin Boschert scheiterten. Für Rheine war es ein Deja-vu, die Gegnerinnen machen das Spiel, wie bereits am Samstag beim FC Bayern, Rheine die (Konter-)Tore. So auch in der sechsten Minute, als die stark aufspielende Dyanne Bito einen Konter zum 0:1 erfolgreich abschließen konnte. ![]() Das 0:1 durch Dyanne Bito. Keeperin Alexandra Schwald ist chancenlos, Alena Thom kommt zu spät Die Freiburger Frauen ließen sich von diesem Rückstand nicht weiter beeindrucken und erspielten sich in der Folge zahlreiche Chancen. In der 9. Spielminute zog Melanie Behringer erstmals aus 35 m ab - kein Problem für Bittner. Bereits eine Minute später bediente Behringer die mitgelaufene Boschert, die sich jedoch zu weit nach außen abdrängen lies und den Ball nur noch am Tor vorbei schieben konnte. In der 13. Minute schoss Behringer wieder einen Freistoß aus 35 m direkt aufs Tor, der Ball landet jedoch weit über der Querlatte, eine Minute später bekam Behringer die Chance aus 20 m halblinker Position ebenfalls durch einen Freistoß, den sie |
Rheine hatte an diesem Osterwochenende Grund zur Freude: Nach dem überraschenden Sieg in München gelang auch noch ein ebenso überraschender Punktgewinn in Rheine. Hier jubeln Dyanne Bito, Kerstin Stegemann und Jolijn Heuvels (v.l.). Freiburgs Torhüterin Alexandra Schwald am rechten Bildrand fand es weniger lustig | |
wieder direkt aufs Tor zog, und dieses mal an der Latte scheiterte, Nicole Söder im Nachsetzen beförderte den Ball dann über das Tor. Durch einen Freistoß der erfahrenen Nationalspielerin Kerstin Stegemann kam Rheine in der 19. Spielminute zur nächsten Torgelegenheit: Fast vom Eckstoß- punkt weg zog Stegemann direkt aufs Tor, scheiterte aber an der einmal mehr ihre Klasse unter Beweis stellenden Schwald. Behringer hatte wohl Anweisung, aus allen Lagen zu schießen, was sie auch oft tat, in der 24. Minute aus 40 Metern aufs Tor: brotlos. Nach einer halben Stunde eine weitere Möglichkeit für Rheine, die einen Konter durch Jolijn Heuvels, die freistehend an der Strafraumgrenze zum Abschluss kam, nur knapp über das Tor befördern konnten. In der 33. Spielminute reihte sich auch Alena Thom in die Garde der Zweite-Reihe-Schützinnen ein, als sie aus 18 Metern halblinker Position abzieht, jedoch Bittner damit nicht in Bedrängnis bringen konnte. Vier Minuten später war es Bornschein, die mit einem Freistoß von rechts ebenfalls direkt das Tor anvisierte, Bittner unterlief den Ball beinahe, konnte ihn aber letztlich doch wegfausten. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit schoss Bornschein nochmals einen Freistoß weit über das Tor. Die souverän leitende Schiedsrichterin pfiff pünktlich zur Pause, Rheine, die seit dem Spiel am Karsamstag in München gar nicht mehr trainiert hatten, gingen mit einer glücklichen, aber nicht unbedingt unverdienten Führung in die Pause. Der muntere Chancenreigen sollte in der zweiten Halbzeit seine Fortsetzung finden und die Freiburgerinnen kamen deutlich motiviert aus der Kabine. Nicole Söder kommt in der 47. Minute zum Abschluss, Bittner hält; Melissa Thiem ging alleine aufs Tor zu und schoss kläglich vorbei (49.), Bito traf in der selben Spielminute noch den Pfosten. Die äußerst agile Bito war es auch, die vier Minuten später bei einem erneuten Konter Rheines von rechts die zentral postierte Stegemann bediente, die den Ball zum 0:2 im Freiburger Tor unterbringen konnte. Es sollte fünf Minuten dauern, bis Freiburg nach diesem Rückschlag wieder in die Gänge kamen, Behringer versuchte es erneut mit einem Freistoß aus 40 Metern und brachte den Ball über Freund und Feind hinweg im linken unteren Toreck unter: der Anschlusstreffer zum 1:2 - beinahe aus dem Nichts. Das gab Freiburg mächtig Auftrieb und schon in der nächsten Spielszene landete der Ball erneut im Rheinischen Tor, die Linienrichterin entschied aber auf Abseits. Nach gut einer Stunde rutschte Schwald an einem Querpass in den Strafraum vorbei, Thiem konnte diese Chance jedoch nicht nutzen und schießt den Ball knapp am Tor vorbei. Zwei Minuten später bekam Behringer einen Freistoß aus 20 Metern linker Position, der Schuß blieb in der gegnerischen Abwehr hängen, Behringer setzte nach und fast gewohnt abschlussfreudig den Ball aus 25 Metern an die Querlatte. Acht Minuten danach kam wieder Bito zum Abschluss nach einem Konter, Schwald hielt jedoch |
souverän, nach zwei Minuten kommt Nathalie Bock alleine auf das Freiburger Tor, legt sich den Ball aber zu weit vor und Schwald kann durch beherztes Eingreifen den Ball weit in die gegnerische Hälfte schlagen. Auch Theresa Kattenbeck kam zum Abschluss und schoss den Ball aus 16 Metern über das Tor (77.); Bito erneut alleine, erneut neben das Tor (78.). Die zwischenzeitlich eingewechselte Karine Levy bediente mit all ihrer Erfahrung in der 82. Spielminute die am 5-Meter-Raum postierte Sandra Schmidt mustergültig, Schmidt umdribbelt Bittner und macht den vielumjubelten Ausgleich zum 2:2. ![]() Das Ausgleichstor für Freiburg zum 2:2 durch Sandra Schmidt. Ansonsten in den Bildern: Rheines Torhüterin Frederike Bittner, mit der Nummer 6 im Trikot von Rheine Jolijn Heuvels, Rheines 20 Christina Graf, Rheines 4 Lena Kattenbeck und rechts mit der 11 Freiburgs Kapitänin Katja Bornschein Danach wurde es nochmals etwas hektisch auf dem Platz, die Schiedsrichterin verteilte noch zwei gelbe Karten und sowohl Rheine, als auch Freiburg hätten den Siegtreffer noch schießen können, aber letztlich trennten sich beide mit einem gerechten Unentschieden.
SC Freiburg | |