Von Johannes Huber (Text) und Peter Clesle (Fotos) 03.04.2006
Vor 240 ZuschauerInnen gewannen die Damen des SC Freiburg im dritten Heimspiel innerhalb von acht Tagen gegen den HSV in der 1. Fußballbundesliga bereits ihr viertes Spiel in Folge und rücken damit auf den fünften Tabellenplatz vor.
Nach dem berauschenden Auftritt am Mittwoch gegen die Meisterinnen aus Frankfurt war heute wieder Bundesligaalltag angesagt. Und genau so wurde auch gespielt. Die Hamburgerinnen waren in der ersten Halbzeit leicht überlegen, das Spiel fand weitgehend in der Freiburger Hälfte statt. Doch Torchancen waren Mangelware, die Freiburger Defensive stand sicher und konzentriert.
 Christine Kaltenbach spielte alle bisherigen 15 Saisonspiele von Beginn an und ist damit eine feste Größe im aufstrebenden SC-Team.
Die erste Torchance konnte in der 9. Spielminute verzeichnet werden, als es Kerstin Boschert einmal gelang, über die Mittellinie zu kommen und Sandra Schmidt in Szene zu setzen, die jedoch an Bianca Weech, der Hamburger Torhüterin, scheiterte. In der 20. Minute brachte Silva Lone Saländer ein Schüsschen auf das Freiburger Tor, was für Alexandra Schwald aber kein Problem darstellte.
Sechs Minuten später überlupfte Tanja Vreden die latent zu weit vor dem Tor stehende Schwald und trifft zum 0:1. Mehr oder weniger ein Tor aus dem Nichts. Kurz vor der Halbzeit gelingt Janina Haye das gleiche Kunststück auf der Gegenseite, aus keiner Chance ein Eigentor zu machen, der Ausgleich zum 1:1. (41.)
 Da hatte der HSV noch Grund zum Jubeln: Marion Wilmes und Friederike Engel beglückwünschen Torschützin Tanja Vreden (l.) zum Führungstreffer.
In der Pause wird auf der Tribüne über Herrenfußball schwadroniert: Finke muss weg usw., man kennt das Dummgesabber ja schon, dabei wird wie immer übersehen, dass die Anspruchshaltung ohne Finke gar nicht da wäre.
In der zweiten Halbzeit wurden die Freiburgerinnen etwas stärker. Das Spiel war in der ersten Viertelstunde weitgehend ausgeglichen, die erste Torchance in der 62. Minute gehörte aber dem HSV: Die eingewechselte
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Alexandra Kury trifft per Elfmeter zum vorentscheidenden 3:1 für den SC Freiburg. Bianca Weech im Hamburger Tor ist chancenlos.
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Marion Wilmes passte aus dem Mittelfeld auf die an der Strafraumgrenze postierte Aferdita Kameraj, diese glänzt mit einer wunderbaren Annahme, legt sich den Ball dann aber zu weit vor, so dass Schwald ihn ohne Probleme aufnehmen kann.
Drei Minuten später der erste wirklich schöne Freiburger Spielzug: Nicole Söder setzt sich in Mittelfeld durch, passt auf Schmidt, die in den Strafraum eindringen kann und aufs Tor abzieht, der Ball kann jedoch von Weech zur Seite abgewehrt werden, wo Katja Bornschein wartete und zur Freiburger Führung einschob: 2:1.
 Freiburg in Person von Sandra Schmidt (Mitte) im Vorwärtsgang. Alexandra Gärtner (l.) und Vanessa Schröer versuchen sie aufzuhalten.
Von nun an gestaltete der SC die Partie souverän, hatte in der 68. noch eine Chance, als Alexandra Kury eine Ecke von Bornschein mit dem Kopf nur knapp über das Tor setzte. Der starke Wind lies eine präzisere Spielweise vermutlich nicht zu.
Kury war es auch, die in der 69. Minute den Ball vom Elfmeterpunkt aus gewohnt souverän zum 3:1 einschob. Zuvor war Schmidt im Strafraum gefoult worden. Ein etwas schmeichelhafter Strafstoß, aber Elfmeter ist, wenn die Schiedsrichterin pfeift..
 Eigentor zum 1:1 - Friederike Engel und Pechvogel Janina Haye müssen zusehen, wie Bianca Weech nichts mehr retten kann.
Zwölf Minuten vor Schluss setzte Havva Kutal den Ball noch an den Pfosten, eine Minute später verunglückt Schwald eine
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Fußabwehr derart, dass sie fast ein Eigentor schießt, kann aber mit einem Hechtsprung den Ball noch von der Linie kratzen.
Alles in allem ein verdienter Sieg der SC Damen nach einem von beiden Seiten durchwachsenen Spiel.
 Torschützin Katja Bornschein, Havva Kutal und Sandra Schmidt bejubeln das 2:1. Links vorne Janina Haye.
Aufstellungen
SC Freiburg
Schwald, Boschert, Söder, Österle (46. Behringer/75.Levy), Kury, Bornschein, Schmidt, Kutal, Kaltenbach (84.Schneider), Haag, Thom
Hamburger SV:
Weech, Haye, Gärtner, Kameraj, Schröer, Saländer, Engel, Schubert, Vreden, Wübbenhorst, Weigel (7. Wilmes)
 Hat nach vier Siegen in Folge gut lachen - Freiburgs Torfrau Alexandra Schwald
Tore:
Tore:
0:1 Vreden (26.)
1:1 Haye (41. Eigentor)
2:1 Bornschein (63.)
3:1 Kury (69. Foulelfmeter)
Gelbe Karte: Vreden, Weech
Schiedsrichterin: Nicole Schumacher (Oberhausen)
Zuschauer: 240
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