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1. Bundesliga, 7. Spieltag
Trotz Nullnummer packendes Spiel
FCR Duisburg - 1.FFC Turbine Potsdam 0:0 | ||
Text und Fotos von Dani Schumann25.10.2005 Das Topspiel des 7. Spieltages war die Begegnung FCR 2001 Duisburg gegen 1.FFC Turbine Potsdam. Vor fast genau einem halben Jahr standen sich beide Mannschaften das letzte Mal gegenüber, damals siegte der FCR knapp gegen die Gäste aus Brandenburg. Heute hatten sich zu der Begegnung viele prominente Gäste angesagt: DFB Präsident Dr. Theo Zwanziger war neben Bundestrainerin Silvia Neid und dem Bürgermeister von Duisburg zugegen. Ebenso feierte das Westdeutsche Fernsehen Premiere im Stadion des FCR. Zum ersten Mal war der WDR bei einem Spiel vor Ort. Standesgemäß gab es die passende Kulisse dazu: 1520 Zuschauer waren angereist und hatten somit für den neuen Zuschauerrekord gesorgt. Wohl denen, die bereits früh angereist waren, die Parkplätze waren mehr als rar am Ende. Das Spiel begann wie man es von einem Spitzenspiel erwartet: Mit Power legten beide Mannschaften los, keine von beiden wollte sich verstecken und auf Konter hoffen ![]() Versammlung vor dem Potsdamer Tor: von links: Hanebeck, Omilade, Wimbersky, Angerer, Laudehr, Kuznik, Zietz, Christiane
Bereits in der fünften Minute hatte der FCR die erste größere Chance nach einer Ecke und nur zwei Minuten später ging ein Knaller von Inka Grings knapp am Tor vorbei ins Außennetz, da eine Abwehrspielerin der Gäste ihren Fuß dazwischen hatte. Wiederum nur zwei Minuten später war es Simone Laudehr, die am Mittelkreis den Ball erkämpfte und einen Konter über Grings einläutete. Das schien das Zeichen für Potsdam gewesen zu sein, denn quasi im Gegenzug brachte Ariane Hingst das Gehäuse von Silke Rottenberg mit einem Schuss in Gefahr, der jedoch von der Nationaltorhüterin übers Tor gelenkt wurde. Auch an der nächsten Chance war Hingst beteiligt.
Nach diesem ereignisreichen Minuten konnten die Zuschauer kurz Luft holen, ehe nach knapp zwanzig Minuten Grings von links eine Flanke zu Patricia Hanebeck auf der rechten Seite schoss, die jedoch mit ihrer Mischung aus Flanke und Torschuss knapp das Gehäuse von Nadine Angerer verfehlte. Es ging munter weiter, keine Mannschaft konnte sich ein Übergewicht erarbeiten. Es lagen oft keine dreißig Sekunden zwischen einer Möglichkeiten auf der einen und der anderen Seite.
4 Minuten waren vergangen, als Conny Pohlers mit einem Torschuss auf sich aufmerksam machte. Grings verhedderte sich kaum sechzig Sekunden später in sich selbst vor dem Tor von Angerer. Nicht viel besser machte es ihre Sturmpartnerin Shelley Thompson, die nach einem wunderschönen Solo von Laudehr übers halbe Feld vergab. Die letzten beiden großen Chancen vor der Pause gehörten erneut Inka Grings, die einmal freistehend vor Angerer vergab und das zweite Mal der Nummer zwei im deutschen Tor das Leder genau in die Arme schoss. |
Inka Grings, Ariane Hingst, Nadine Angerer, Jennifer Zietz | |
sie kamen Elena Hauer und Fatmire Bajramaj auf den Platz. Die Gäste waren unverändert auf den Platz zurück gekehrt. Nach der für beide Mannschaften wohlverdienten Halbzeit galt die erste Chance Pohlers, die jedoch den Ball am Tor von Rottenberg vorbeizog. Der FCR brauchte beinahe zehn Minuten, bis sie gefährlich wurden, aber dann scheiterte Hanebeck. Nun wechselten die Gäste ebenfalls aus. Christiane verließ den Platz und für sie kam Aferdita Podvorica.
Es war erneut Inka Grings, die die nächsten großen Chancen hatte: In der 61. Minute gab es Elfmeter, den Grings schoss, Angerer jedoch hielt. Damit war dies der dritte Elfmeter in Folge, den die Stürmerin verschoss. In der 69. Minute gab es ein erneutes Duell zwischen Grings und Angerer, jedoch im 5 Meter Raum, das mit einer Ecke für den FCR endete. Anja Mittag prüfte dann eine Minute später Rottenberg. Der FCR wechselte zum dritten Mal: Jennifer Oster verließ das Feld und Marlen Kowalik kam für sie. Bei Potsdam verließ Isabell Kerschowski das Feld und Karolin Thomas kam für sie. ![]() v.l.: Simone Laudehr, Jennifer Oster, Petra Wimbersky, Annemieke Griffioen, Stimmen zum Spiel: |
Dietmas Herhaus: Das war ein sehr gutes Frauenfußballspiel, das dem Charakter eines Spitzenspiels gerecht wurde. Auch wenn man das 0:0 schlecht verkaufen kann. Ein großes Kompliment an meine Mannschaft, jede hat gezeigt, dass wir auf Augenhöhe mit den Spitzenteams sind - auch europaweit. Eine von den fünf hundertprozentigen Torchancen hätte verwandelt werden müssen. Ich bin mit der Leistung aber zufrieden. ![]() Jennifer Oster, Anja Mittag, Patricia Hanebeck Dr. Theo Zwanziger: Das war ein tolles Fußballspiel. Ich habe es nicht bereut herzufahren, das Spiel hat mich begeistert. Beide Mannschaften haben nach vorne gespielt, gekämpft, es ging immer hin und her. Die anderen Spiele der Bundesliga müssen auch so werden, die Spiele müssen 3:3 oder 4:2 enden statt 6:0. Der Frauenfußball und die Nationalmannschaft in Deutschland sind eine Marke.
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