Bilder von Volker Lieberum Text von Heinz Günter Sporkel 20.3.2006
Der Winter hält vielerorts die Fußballstätten fest im Griff. So gab es auch am heutigen Sonntag wieder einige Spielausfälle zu beklagen. Doch im Sportpark „Am Hallo“ ist Spielausfall ein Fremdwort. Unbesorgt konnte der SC Freiburg ins Ruhrgebiet fahren und dann auch für viele überraschend mit gleich drei Punkten im Gepäck in den schönen Breisgau zurückkehren.
Bibiana Steinhaus im Dauerstress. Nach der Regionalliga Partie der Herren am Freitagabend (Wattenscheid 09-Carl Zeiss Jena 0:3) pfiff die FIFA Schiedsrichterin am Sonntag um 14.02 Uhr die Partie der SG Schönebeck gegen den SC Freiburg an.
Schönebeck ergriff sofort die Initiative. Jennifer Balkenhol hatte schon nach 32 Sekunden nach einer schönen Flanke von Mirja Kothe die Führung auf dem Fuß.
Drei Minuten später war Freiburgs Torfrau Alexandra Schwald eher als Sandra Deilmann am Ball.
 Die ersten Minuten gehörten der SG Essen Schönebeck. Hier kommt Sandra Deilmann gegen Nicole Söder zum Flanken. Im Hintergrund Linienrichterin Nicole Schumacher
Schwald rettete auch das 0:0 eine Minute später nach einem präzisen Freistoss von Karina Hellmann.
Die erste Tormöglichkeit auf der anderen Seite brachte dann den SC Freiburg in Führung. Begünstigt von einem katastrophalen Abwehrfehler eroberte sich Melanie Behringer den Ball. Sie bediente Jeanne Haag mustergültig. Die Stürmerin brauchte in der 13.Spielminute den Ball nur noch ins leere Tor zu schieben. Völlig unverdient die Führung, doch wer sich grobe Schnitzer leistet, wird bestraft.
 Hier rettet Essens Torfrau Steffi Löhr vor Sandra Schmidt. Rechts Sandra Deilmann
Doch die SGS ließ sich noch nicht beirren. Eine Flanke von Stefanie Weichelt, doch Charline Hartmann verpatzte den Lupfer über Alexandra Schwald.
Einen Behringer Freistoss entschärfte Stefanie Löhr sicher. Zuvor allerdings wieder eine Anhäufung von Fehlerketten im Abwehrverhalten der SGS.
Immer wieder hatten die Essen Fans den Ausgleichsjubel auf den Lippen. Nach einem schnell gespielten Freistoss von Melanie Hoffmann verzieht Jennifer Balkenhol den Ball neben das Tor (31.Spielminute).
Vier Minuten später eine Kopfballgranate von Melanie Hoffmann knapp neben das Tor von Alexandra Schwald.
In der Nachspielzeit dann die Vorentscheidung zugunsten der Breisgauerinnen. Melanie Behringer setzte sich auf der rechten Seite durch und konnte von Karina Hellmann nur durch ein Foul gestoppt werden. Klare Sache für Bibiana Steinhaus: Elfmeter für Freiburg und gelbe Karte für Karina Hellmann.
Alexandra Kury legte sich den Ball am Elfmeterpunkt
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Jeanne Haag erzielte das wichtige 0:1 für Freiburg. Hier am Ball, beobachtet von ihrer Mannschaftskollegin Alena Thom und verfolgt von Jennifer Balkenhol und Carina Chojnacki (ganz rechts)
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zurecht. Ihr satter Schuss schlug rechts ins untere Toreck ein. Stefanie Löhr reckte sich doch der Ball saß und es hieß 0:2 für Freiburg.
Nach fünfzig Spielminuten ging es dann zur Pause. Die SGS war in der ersten Halbzeit das besser agierende Team doch ohne Glück im Abschluss. Hinzu kamen dann eklatante Abwehrschwächen die der Gegner eiskalt nutzte.
 Alexandra Kury verwandelte den Foulelfmeter zum 0:2. Stefanie Löhr hatte wie man sieht keine Chance gegen den präzisen Schuss
Nach der Pause wechselte Ralf Agolli zweimal. Julia Bolle und Carola Winter sollten für frischen Wind sorgen. Karina Hellmann und Charline Hartmann gingen vom Platz.
Für den SC Freiburg gab es zu diesem Zeitpunkt noch keinen Grund zu wechseln. Die Mädels um Trainer Dietmar Sehrig machten alles richtig.
Die Anfangsphase ging dann auch hin und her. Mal Essen mit einem Versuch nach vorne, doch der SC setzte immer wieder nach. Zudem versuchte es Freiburg mit Kontervorstößen.
In der 55. Spielminute war es dann soweit, Christine Kaltenbach mit einer sehr schönen Flanke auf Havva Kutal, ein toller Kopfball dazu, und es stand 0:3 für Freiburg.
 Melanie Behringer war stärkste Spielerin auf dem Platz, hier jagt sie Jennifer Balkenhol hinterher
Das Spiel war nun entschieden. Die SGS wurde im Spielaufbau immer nervöser. Dazu gelang teilweise nicht mal das Kurzpassspiel auf die eigene Mitspielerin.
Der SC Freiburg stand wie schon in der ersten Halbzeit sehr kompakt in der Abwehr. Trotzdem versuchte man immer wieder einen Konter auf das Tor der Schönebeckerinnen zu fahren und noch etwas für das Torverhältnis zu tun.
In dieser Zeit war Freiburg einem Treffer näher als die SGS den Anschlusstreffer.
672 Zuschauer waren dann auch wohl froh, als Bibiana Steinhaus die Partie
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abpfiff. Die Schönebeck Fans, weil ihrer Mannschaft heute aber auch gar nichts gelang. Die Freiburg Fans freudentrunken über einen unerwarteten Auswärtssieg.
Obwohl so unerwartet auch nicht. Schon in der Vorsaison gewann der SC Freiburg mit 5:4. Mit diesen Ergebnissen ist der SC Freiburg nun der Angstgegner der SG Schönebeck.
Stärkste Spielerin auf dem Platz mit deutlichem Vorsprung Melanie Behringer.
Bei der Pressekonferenz gab es das übliche Fishing for Compliments. Dietmar Sehrig war froh über den Sieg. Für die Pausenführung entschuldigte er sich bei der SGS. Doch er ist froh jetzt 15 Punkte zu haben. Ralf Agolli sah sich in alte Zeiten versetzt. Die alte Schönebecker Krankheit. Zum Thema Krankheit - Die halbe Mannschaft stand mit Grippe oder schwerer Erkältung auf dem Platz so konnte man nur eine Halbzeit mithalten.
Seit Sonntag hat man auch die Möglichkeit sich beim ersten SG Essen Schönebeck Fanclub anzumelden. Am Fanstand im Sportpark „Am Hallo“ erhält man alle Infos über „ Die Ardel-igen-Hallo-dries aus Essen“ Oder man schaut im Internet mal auf: " www.dieardel-igen-hallo -dries2.de.vu/ " nach. Klick
 Bei der Pressekonferenz: von links Freiburgs Trainer Dietmar Sehrig, Essens Manager Willi Wißing und Essens Trainer Ralf Agolli
SG Schönebeck:
Löhr - Chojnacki (59. van Kampen), Schubert, Balkenhol, Arndt, Hoffmann, Hartmann (45.Winter), Hellmann (45.Bolle), Deilmann, Weichelt, Kothe
SC Freiburg:
Schwald -
Boschert (55.Osterle), Söder, Kury, Kaltenbach, Behringer, Bornschein, Kutal (82.Schneider),
Haag (78.Levy), Thom, Schmidt
Tore:
0:1 (13.) Haag
0:2 (45+1) Kury (Foulelfmeter)
0:3 (55.) Kutal
Schiedsrichterin: Bibiana Steinhaus aus Hannover
Assistentinnen: Nicole Schumacher und Inka Müller
Gelbe Karten: Hellmann, Bolle
Zuschauer: 672
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