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Bericht von Marion Kehren, Fotos von Alexandre Ortega
16. April 2012 - Der Deutsche Meister und Champions League Gewinner von 2010, der 1. FFC Turbine Potsdam, ging im Regen von Lyon förmlich baden. Mit einem 5:1 Kantersieg düpierte das Team von Patrice Lair die Brandenburgerinnen, deren Chance auf einen Einzug ins Finale nun gegen Null tendiert.
Die beiden Final-Kontrahenten der letzten zwei Jahre trafen dieses Mal bereits im Halbfinale aufeinander. Bei äußerst schwierigen Bedingungen mit mächtig viel Wasser von oben und auf dem Spielfeld erwischte Lyon einen Blitzstart nach Maß. Bereits nach sechs Minuten führten die Hausherrinnen, nach einer schönen Hereingabe der Schweizer Nationalspielerin Lara Dickenmann auf Henry mit 1:0. Die Turbinen kamen nicht richtig in Schwung, bewegten sich viel zu statisch und schienen mit den Gedanken noch nicht richtig auf dem Platz zu sein. Lyon hingegen agierte gut und kam allem Anschein nach auch mit den widrigen Wetterbedingungen besser zu Recht.
Nach einer kurzen Verschnaufpause erhöhte Lyon den Druck wieder. Ein mit gelb geahndetes Foul von Babette Peter brachte Eugénie Le Sommer knapp vor dem Strafraum zu Fall. Der direkt ausgeführte Freistoß von Abily landete, wie an der Schnur gezogen, unhaltbar im Netz von Alyssa Naeher. Nur eine Minute später legte Schwedens Nationalspielerin Lotta Schelin nach und es rappelte schon wieder im Netz der Gäste. Turbine nun völlig von der Rolle versuchte Schlimmeres zu verhindern, um nicht völlig zerlegt zu werden. OL wirkte wesentlich schneller, sicherer und abgeklärter als der Deutsche Meiste, der in der gesamten ersten Halbzeit keine einzige richtige Tormöglichkeit vorzuweisen hatte.
Aber wer gehofft hatte die zweite Halbzeit würde eine Änderung mit sich bringen, sah sich bitterlich getäuscht. Dickenmann und Abily erhöhten auf Seiten der Französinnen. Erst mit der Einwechslung von Patricia Hanebeck kam das Spiel der Brandenburgerinnen etwas besser in Schwung. Doch sowohl Isabel Kerschowski und Margrét Lára Vidarsdóttir ließen ihre beiden Chancen ungenutzt liegen. Lediglich Schmidt gelang in der 89. Minute noch der Ehrentreffer zum 5:1 Endstand.
Für Potsdam dürfte damit das diesjährige Abenteuer Champions League ein jähes Ende genommen haben, denn der dritte Einzug ins Finale ist in weite Ferne gerückt. Olympique Lyonnais bewies unterdessen, dass sie nicht zu Unrecht zu Europas besten Vereinsmannschaften zählen.
  
  
Stenogramm:
Olympique Lyonaise:
Bouhaddi Franco, Vigier, Renard, Bompastor (69. Kaci), Henry, Abily, Cruz Trana, Le Sommer (51. Thomis), Schelin, Dickenmann (77. Necib)
1. FFC Turbine Potsdam:
Naeher Singer, Peter, Zietz, Schmidt, Odebrecht, Draws, Göransson (61. Hannebeck),I. Kerschowski, Anonma (63. Vidarsdottier), Nagasato
Tore:
1:0 Henry (6.)
2:0 Abily (20.)
3:0 Schettlin (21.)
4:0 Dickenmann (54.)
5:0 Abily (61.)
5:1 Schmidt (89.)
Gelbe Karten:
- / Peter
Schiedsrichterinnen:
Teodora Albon (ROU) mit Petruta Iugulescu (ROU), Andra Hiticas (ROU)
Mehr Fotos auf www.footofeminin.fr
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