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Champions League

Endstation München?

Ein Trip nach Schweden zum Viertelfinal-Hinspiel LdB Malmö - 1.FFC Frankfurt

Text von Catharina Schwenke, Bilder von Julia Neuber-Albert

21.03.2012   Währen der letzten Spiele vor der Winterpause reifte in fünf Mädels der Gedanke, man könnte ja „seinen” FFC beim Champions League Viertelfinale auswärts unterstützen. Als der Gegner LdB FC Malmö dann feststand, wurden diverse Optionen der Anreise und Unterkunft recherchiert. Die Wahl viel schließlich auf die kostengünstige und reizvolle Zugfahrt.

Am 13.3. war es dann endlich soweit und die Reise konnte los gehen. Unsere Gruppe war mittlerweile auf drei Verrückte geschrumpft. Dies sorgte für viel Spaß mit den Schaffnern, die uns egal ob in Deutschland, Dänemark oder Schweden immer durchzählten.

Abfahrt ab Frankfurt Hbf war um 9 Uhr und pünktlich ging es dann auch los auf die erste Etappe Frankfurt-Hamburg. Noch sichtlich verschlafen wurde es eine ruhige Fahrt. Lediglich eine Flasche Sekt musste dran glauben. Nach kurzem Stopp in Hamburg sollte das Highlight des Tages folgen. Die Etappe Hamburg-Kopenhagen inklusive Fährüberfahrt von Puttgarden nach Rödby. Durch unsere Frankfurt-Schals waren wir deutlich als Frankfurter Mädels zu erkennen und so kam es, dass wir auf der traumhaft sonnigen Überquerung der Ostsee zum ersten Mal angesprochen wurden und auf einen gleichgesinnten Fan trafen. Vom anschließenden interessantesten Teil der Fahrt, der Strecke Kopenhagen-Malmö über die Öresundbrücke, bekamen wir dann durch die Dunkelheit und nun einsetzende Müdigkeit nach zehn Stunden Zugfahrt nicht mehr viel mit. An diesem Abend hieß es für uns nur noch das Hostel finden und einchecken. Dort begegnete uns dann der nächste FFC-Fan.



Mittwoch war dann Sightseeing angesagt. Die wichtigsten Stationen in Malmö hatten wir jedoch schnell gesehen. Dazu zählen die Altstadt, der Turning Torso inkl. In-Viertel, das Malmöhüs, sowie für uns als Fußball-Verrückte die drei Malmöer Stadien. Hier begannen wir mit dem alten wellenförmigen Männerstadion. Dann folgte die neue Swedbank-Arena, bevor wir uns bei strahlendem Sonnenschein durch den Park aufmachten zum „Idrottplats”, dem Stadion von LdB FC Malmö. Dort angekommen sahen wir nun auch die ersten Plakate für das Spiel, nachdem uns bislang nur die Busse aufgefallen waren, die mit LdB FC Malmö Flaggen bestückt durch die Gegend fuhren. Auch hier am Stadion fielen wir wieder als Frankfurter Mädels auf und wurden von einer erstaunten schwedischen Vereinsangestellten, die nicht glauben konnte, dass wir wirklich zum Spiel angereist waren, zum Training am Nachmittag eingeladen. Also machten wir uns nach kurzer Rast im Hostel wieder auf den Weg zum „Triangeln”. Dort kamen wir gleichzeitig mit dem 1.FFC Frankfurt an und wurden erstmal von Shorty begrüßt. Auf der Tribüne wartete auch schon eine kleine Gruppe weiterer FFC-Fans auf den Trainingsbeginn. Gemeinsam wohnte man nun dem Training bei und beobachtete und kommentierte ausführlich die Bemühungen der Schweden, die Werbebanner einigermaßen gerade anzubringen.


Am Donnerstag bereiteten wir uns nach einem Besuch des Schokoladenmuseums akribisch auf das Spiel vor. Ohne mindestens drei Lagen Klamotten und warme Schuhe ging nichts. Bestens ausgestattet ging es dann wieder per Bus zum Stadion. Weit und breit waren jedoch keine Malmö-Fans zusehen. Im Stadion angekommen sah man dann schon von weitem den gut beflaggten FFC-Block. Mittlerweile waren wir eine ca. 15 Mann starke Truppe, die die Reise in den Norden gewagt hatte. Lauter als die ca. 1150 schwedischen Fans waren wir trotzdem. Vor dem Spiel hatten wir eine Menge Spaß, auch durch eine kurze Stippvisite von Steffi Jones in unserem Block. Das Spiel an sich war ja nun nicht unbedingt ein Highlight. Die Frankfurterinnen verschenkten zahlreiche Chancen, während Malmö seine einzige zum Siegtreffer nutzte. Doch auch die Malmöer Führung konnte unserer guten Stimmung keinen Abbruch tun und so hatten wir weiterhin unseren Spaß und hoffen aufs Rückspiel. In Erinnerung bleiben von diesem Spiel werden uns vor allem die rosa Vereinsfarben, sowie die „Ballflicka”, die schwedischen Ballmädchen.



Freitags hieß es dann Abschied nehmen von Malmö und die Fahrt über die Öresundbrücke auch mal bei Tageslicht zu erleben. Nach einem zweistündigen Stop in Kopenhagen machte sich unser Trupp, nun deutlich größer, auf die Heimreise. Der Zufall wollte, dass auf der Strecke Kopenhagen-Hamburg zwei FFC-Fan-Grüppchen unabhängig von einander nebeneinander reserviert hatten. Auf der Fähre ging auch diesmal niemand die Fische füttern und nach einer Pause in Hamburg ging es gestärkt auf die letzte Etappe Richtung Heimat. Zum Glück für die restlichen Reisenden hatten wir nun ein Abteil für uns. Zu Hören waren wir wohl trotzdem im ganzen Wagon, aber da sich die Schaffnerin mit Gummibärchen bestechen ließ, hatte dies keinerlei negativen Auswirkungen. Gegen 21 Uhr erreichten wir dann wieder den Frankfurter Hbf. Dort stellten wir mit Entsetzen fest, dass wir nun die restlichen Strecken in unsere Heimatorte mit Horden von Eintrachtfans verbringen würden. Aber auch dies überlebten wir, so dass wir auch bei den nächsten Spielen, ob Heim- oder Auswärtsspiel, die hoffentlich gewonnen werden, unseren 1.FFC Frankfurt lautstark unterstützen werden. Schließlich wartet im Mai eine Reise nach München auf uns....



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