Text von Marion Kehren 23.05.2010
Bernd Schröder (Trainer 1. FFC Turbine Potsdam)
Also es ist schon etwas Besonderes und eine Steigerung zu dem, was wir in den letzten Jahren bereits alles erreicht haben. Aber alleine schon durch das WIE! Im Elfmeterschiessen waren wir eigentlich schon weg, haben gekämpft, sind zurück gekommen und haben letztendlich zu Recht gewonnen. Wenn man bedenkt, dass wir ein Durchschnittsalter von 20,5 haben und dieses Mädels gegen einen gestandenen Gegner wie Lyon gewonnen haben, kann man schon ziemlich stolz darauf sein.
 Bernd Schröder
Bild: Katrin Müller
Farid Benstiti (Trainer Olympique Lyonnais)
Ich bin schon ziemlich enttäuscht, zumal wir bereits im Elfmeterschiessen vorne lagen und uns dann noch diese Chance haben nehmen lassen. Wir hatten viele Möglichkeiten, das Spiel noch in der regulären Zeit für uns zu entscheiden, aber letztendlich hatte Potsdam das Glück auf seiner Seite. Das Spiel war sehr intensiv und hat viel Kraft gekostet, wir müssen jetzt schauen, dass wir so schnell wie möglich unsere Kräfte mobilisieren, um in der Liga weiter zu bestehen; denn das nächste Pflichtspiel ist bereits nächste Woche.
 Farid Benstiti
Bild: Katrin Müller
Fatmire Bajramaj (Spielerin 1. FFC Turbine Potsdam)
Diese Umstellung auf ein Finale ist klasse und wir haben hier in Madrid gewonnen, unglaublich. Es ist einer der schönsten Titel, den ich je gewonnen habe. Wir haben hart für diesen Erfolg gearbeitet und jetzt ist der Titel unserer. Heute werden wir noch anständig feiern; denn auch alle unsere Eltern sind hier.
 Lira Bajramaj
Bild: Katrin Müller
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Sarah Bouhaddi (Torhüterin Olympique Lyonnais)
Ich war mir eigentlich ziemlich sicher, dass wir heute gewinnen würden, zumal wir mit 2 Toren in Führung lagen. Aber Anna war heute sehr gut und ich denke am Ende war es einfach nur Schicksal. Wirklich viel Pech hatte Amandine, sie hat heute ein tolles Spiel gezeigt. Ich denke, wir brauchen uns nicht zu verstecken und können dennoch stolz auf uns sein.
 Sarah Bouhaddi
Bild: Katrin Müller
Anna Felicitas Sarholz (Torhüterin 1. FFC Turbine Potsdam)
Im Augenblick kann ich es noch nicht alles fassen was hier gerade passiert ist. Das ist alles ein bisschen viel im Moment. Ich habe ,glaube ich, drei- oder viermal ziemlich heftig gegen den Pfosten und den Lack getreten, um meinem Ärger Luft zu machen. Mann, war ich zwischendurch sauer! Beim Elfmeterschiessen habe ich nichts mehr mitbekommen und mich nur auf den Pfiff der Schiedsrichterin konzentriert. Reine Nervensache! Ich wollte die ganze Zeit vorher schon schießen, aber keiner hat mich Ernst genommen. Ich hatte so einen Bammel, dass Lira den Elfmeter wieder verschießt, dass ich lieber selber gegen die Torhüterin angetreten bin. Ich habe nichts mehr mitbekommen und mich in einen wahren Rausch gespielt.
 Anna Felicitas "Felix" Sarholz
Bild: Katrin Müller
Christine Nilsen (Spielerin Olympique Lyonnais
Chancen waren auf beiden Seiten zu Genüge vorhanden, aber letztendlich hat Potsdam das Spiel für sich entschieden. Dennoch werden wir auch ein bisschen feiern, das haben wir uns verdient.
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Bild: Marion Kehren
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Lara Dickenmann (Spielerin Olympique Lyonnais)
Wir sind alle sehr enttäuscht und traurig. So ein Spiel, doch Elfmeterschiessen zu entscheiden ist immer schwer. Die Chancen standen 50:50 und wir waren sehr nahe dran, das Spiel für uns zu entscheiden. Aber so ein Spiel kann eben auch schnell kippen und es hat heute nicht sollen sein.
Anja Mittag (Spielerin 1. FFC Turbine Potsdam)
Es ist einfach nur genial! Dazu auch noch die Atmosphäre und die tolle Stimmung hier in diesem Stadion, einfach schön und ich denke ein richtiger Schritt in die richtige Richtung, den Frauenfußball weiter nach vorne zu bringen. Felix war heute richtig abgezockt und hat zum richtigen Zeitpunkt Stärke bewiesen und darüber freuen wir uns.
 Anja Mittag
Bild: Marion Kehren
Lotta Schelin (Spielerin Olympique Lyonnais)
Es ist schon ziemlich hart für alle. Die Mannschaft hatte sich so viel vorgenommen um diesen Titel zu holen, aber es hat wieder nicht geklappt. Ich hätte so gerne mitgeholfen, aber meine Verletzung hat ja schon verhindert, dass ich im Halbfinale spielen konnte. Dieses spannende Spiel von der Seite aus zu verfolgen war schlimmer als alles andere, was ich je erlebt habe.
 Lotta Schelin
Bild: Katrin Müller
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