UEFA Women´s Champions League – Achtelfinale - RückspielViertelfinale nach guter kämpferischer Leistung erreichtLinköpings FC – FCR 2001 Duisburg 0:2 (0:0) | ||
Text von Christian Mittelbach und Marion Kehren 13.11.2009 Die Anspannung bei beiden Teams war groß; denn beide hätten es verdient gehabt ins Viertelfinale der Champions League einzuziehen. Letztendlich behielten die Löwinnen aus Duisburg, in einem spannenden und völlig offenen Spiel, die Nerven und konnten ihren Siegeszug weiter fortsetzen. Kalt war es am Mittwochabend im Idrottspark-Stadion in Norrköping als beide Mannschaften den Platz betraten. Genau wie der FCR musste der Linköpings FC in ein anderes Stadion ausweichen, damit alle UEFA-Regularien erfüllt werden konnten. Derweil musste Linköpings auf die gelb gesperrte Maja Krantz verzichten und ihre Mannschaft ein wenig umbauen. Bei Duisburg meldeten sich dafür mit Jennifer Oster und Marina Hegering gleich zwei Spielerinnen zurück, die in den letzten Partien schmerzlich vermisst worden waren. Die wieder genesene Jennifer Oster brachte die erhoffte Verstärkung, hier gegen die laufstarke Maria Karlsson Das Spiel war kaum angepfiffen, da setzte Linköpings bereits die erste Duftmarke, als zuerst Stürmerin Kosovare Asllani und später auch Caroline Seger in aussichtsreicher Position zu Torchancen kamen. Die angriffslustigen Gastgeberinnen zeigten sich äußerst gewillt den Kampf aufzunehmen, um den amtierenden UEFA-Cup Gewinner zu besiegen. Sie setzten Duisburg mächtig unter Druck und Duisburgs Abwehr hatte alle Hände voll zu tun. War es im Hinspiel noch Alexandra Popp, die mit akrobatischen Einlagen ihr Team vor einem Rückstand rettete, war es dieses Mal Annike Krahn, die über sich hinaus wuchs. Nach knapp fünfzehn Minuten verflachte der Sturmlauf der Schwedinnen jedoch zusehends und Duisburg kam nun besser ins Spiel. Gutes Flankenspiel am heutigen Tage zeigte Nationalspielerin Simone Laudehr, die sich hier gegen Petra Larsson und Marie-Louise Johansson-Suahlberg durchsetzen konnte. Im Vordergrund wartet bereits Inka Grings auf den Pass. Die Feldüberlegenheit der Löwinnen spiegelte sich sogleich auch in diversen Chancen wieder. Zuerst verfehlte Annemieke Kiesel das Tor nur um Zentimeter nach einer Ecke von Popp. Eine Minute später war es Marina Hegering, deren Ball aus kürzester Distanz noch abgefangen wurde. Genau wie im Hinspiel hatte Faith Ikidi Inka Grings |
Lufthoheit Duisburg – Linda Bresonik springt einen Tick höher als Jessy Sharro | |
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komplett für sich eingenommen und die Stürmerin kaum eine Chance ihre Klasse unter Beweis zu stellen. Nach der Halbzeit sahen die 25 mitgereisten FCR-Fans weiterhin spielbestimmende Löwinnen auf dem Platz. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff stecke den Fans der Jubelschrei schon im Halse, als Youngstar Hegering im Strafraum frei zum Schuss kam und Torhüterin Sofia Lundgren diesen Ball zuerst nur abklatschen lassen und den anschließenden Schuss von Femke Maes festhalten konnte. Caroline Seger hatte heute ein ums andere Mal das Nachsehen gegen Simone Laudehr Die Drangphase der Duisburgerinnen hielt weiter an. Nach einer sehenswerten Ecke von Nationalspielerin Simone Laudehr stand Alexandra Popp goldrichtig und köpfte den heran fliegenden Ball zum 0:1 Führungstreffer ein. Trainer Magnus Wikman musste agieren, um das Spiel nicht gänzlich aus der Hand zu geben. Seine Mannschaft spielte von nun an wesentlich offensiver und endlich kam Linköpings, nach 60 Minuten, wieder zu Angriffen. Es entwickelte sich ein regelrechter Fight auf dem Platz, beide Teams schenkten sich nichts. Asllani und Karlsson scheiterten genauso wie Maes und Grings vor den gegnerischen Toren. Zu einer festen Größe in der Duisburger Abwehr entwickelt sich immer mehr die erst 16-jährige Luisa Wensing, die keine Scheu vor großen Namen zeigte und u.a. Petra Larsson in ihre Schranken verwies. Der Nachwuchs des FCR, wie hier Marith Prießen (ganz rechts) machte auch gegen große Namen wie Petra Larsson und Marie-Louise Johansson-Suahlberg ein gutes Spiel In der 80. Minute wurde es nochmals höchst brenzlig vor dem Duisburger Tor, als die gerade eingewechselte Jessy Sharro einen scheinen unhaltbaren Schuss auf Duisburger Tor abfeuerte. Doch Uschi Holl konnte diesen Ball mit einer filmreifen Einlage abwehren. Nach diesem letzten Versuch den Ausgleich zu erzielen schien es fast, als hätte Linköping sich aufgegeben und brachte nichts mehr zustande. |
Die Nachspielzeit war schon längst angebrochen und Schiedrichterin Cristina Dorcioman bereits im Begriff das Spiel abzupfeifen, da passte Laudehr noch ein letztes Mal auf die im Strafraum stehende Inka Grings. Den strammen Schuss konnte Lundgren zwar abwehren, doch landete der Abklatscher wieder direkt vor den Füßen von Grings, die dieses Mal die am Boden liegende Torhüterin umspielte und in aller Seelenruhe zum 0:2 Endstand einschieben konnte. Danach kannte der Jubel keine Grenzen mehr und spätestens jetzt konnte man die Last erkennen, die den Duisburgerinnen von den Schultern fiel. Das endgültige Aus in der Nachspielzeit, Inka Grings schießt zum 0:2 Endstand ein Jetzt darf man gespannt sein, wer bei der Auslosung am 20. November um 12:00 Uhr in Nyon als Gegner im Viertelfinale (10. und 17. März 2010) des FCR Duisburg gezogen wird. Denn es befinden sich mit dem 1. FFC Turbine Potsdam (GER), Arsenal LFC (ENG), ASD Torres Calcio (ITA), Olympique Lyonnais (FRA), Montpellier Hérault SC (FRA), Røa IL (NOR) und Umeå IK (SWE) nun wirklich keine „no names” unter den letzten acht Vereinen.
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