UEFA Women´s Champions League Halbfinale HinspielAdvantage Duisburg dank Femke MaesFCR 2001 Duisburg 1. FFC Turbine Potsdam 1:0 (1:0) | ||
Text von Marion Kehren 12.04.2010 In einer hochklassigen Partie haben sich die Löwinnen des FCR Duisburg, vor 2.150 Zuschauern, alle Chancen auf den Einzug ins Endspiel der UEFA Women´s Champions League in Madrid bewahrt. „Ich habe immer gesagt, dass das Spiel in Potsdam entschieden wird. Wir haben heute mit 1:0 gewonnen und fahren nun mit einem klitzekleinen Vorteil zum Rückspiel, aber auf dem dürfen wir uns nicht ausruhen. Beide Mannschaften begegnen sich absolut auf Augenhöhe und bei dieser hohen Spielqualität sind es oftmals Kleinigkeiten die entscheidend sind, “ so FCR Trainerin Martina Voss-Tecklenburg nach dem Hinspiel.
Gute Abwehrleistung der wieder genesenen Marina Hegering gegen die ebenfalls wieder gesunde Lira Bajramaj. Im Gegensatz zum Spiel im DFB-Pokal hatten beide Teams ihre Aufstellungen etwas geändert, was dem Spiel aber keinen Abbruch tat, ganz im Gegenteil. Beide Mannschaften begannen recht offensiv und so entwickelte sich direkt von Anfang an ein offener Schlagabtausch mit besserem Start und mehr Spielanteilen für die Turbinen. Bereits in der vierten Minute setzte die wieder genesene Spielmacherin der Gäste Lira Bajramaj ein Ausrufezeichen, als sie sich über den linken Flügel durchsetzen konnte. Doch der Ball verfehlte letztendlich um einen halben Meter das lange Eck. Überhaupt war Bajramaj an diesem Tage Dreh- und Angelpunkt in ihrem Team und musste sich teilweise einer Doppelbewachung durch die Duisburgerinnen unterziehen.
Dieser Schuss und der eiserne Wille von Femke Maes brachten das Siegtor für Duisburg. Nadine Keßler hatte keine Chance, dies zu verhindern. In der 16. Minute endlich ein sehenswerter Angriff der Löwinnen durch Maes und Ando im Doppelpass, doch Desiree Schumann im Tor der Gäste, steht goldrichtig und kann den Schuss der Japanerin zur Ecke klären. In der 19. Minute brennt der Strafraum der Duisburgerinnen förmlich lichterloh! Zuerst knallt Jennifer Zietz den Ball an die Querlatte, dieser prallt vom Rücken einer Spielerin direkt vor die Füße der einschussbereiten Anja Mittag. Diese zieht ab, trifft aber unglücklicher Weise Tabea Kemme und der Ball fliegt ins Toraus. Diese brenzlige Situation hatte Duisburg nun endgültig wach gerüttelt und der FCR drehte auf.
Ihr Debüt auf dem internationalen Parkett meisterte Duisburgs Japanerin Kozue Ando (gegen Josephine Henning) mit Bravour. Nach einem Foul an Linda Bresonik, in der 25. Minute, spielt Grings das Leder auf Simone Laudehr. |
Mit tollen Paraden glänzte Uschi Holl am heutigen Tage. Ein ums andere Mal rettete sie aus höchster Not- hier gegen Jennifer Zietz- und brachte die Turbinen damit zur Verzweiflung. | |
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Diese zirkelt gekonnt den Drehschuss in Fallbewegung auf das Tor der Gäste. Babett Peter kann diesen Ball noch abfälschen und Schumann in letzter Instanz klären. Drei Minuten später trifft Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Die Brandenburgerinnen drängen nach wie vor auf den Ausgleich, haben aber trotz diverser Chancen durch Bairamaj, Odebrecht und Kemme nichts Zählbares vorzuweisen.
Simone Laudehr brachte, wie schon in der vergangenen Woche wieder viel Schwung über die Flügel, wurde aber von der Potsdamer Abwahr, wie hier von Babett Peter, gut bewacht. Die Duisburger Abwehr hatte den „Topsturm der Liga“ stets gut im Griff, was nicht zuletzt auch an der wieder genesenen Marina Hegering lag, die in den letzten Partien schmerzlich vermisst wurde. Erst in der 53. Minute entwickelte Duisburg wieder einen Drang zum Tor über Laudehr. Danach fassten die Hüttenheimerinnen endlich wieder Fuß in der schnellen Partie und waren ein ebenbürtiger Gegner. So war es auch nicht verwunderlich, dass das Spiel in der zweiten Halbzeit sich meist im Mittelfeld abspielte, Tormöglichkeiten waren auf beiden Seiten Mangelware. Erst gegen Ende der Spielzeit nahm der Potsdam Express nochmals richtig Fahrt auf. In der 87. Minute hatte Anja Mittag die 100%ige Chance zum Ausgleich auf dem Fuß, als diese völlig freistehend in Höhe des Elfmeterpunktes, auf das Duisburger Tor zielte. Am Ende rettete Holl mit einer sensationellen Parade ihrer Mannschaft den Sieg und sorgte mit dafür, dass die Chance auf das Erreichen des Finales weiter offen ist.
Weder Viola Odebrecht noch Inka Grings konnten den Ball im gegnerischen Tor unterbringen. Turbines Coach Bernd Schröder war anschließend doch ein bisschen enttäuscht darüber, dass seine Mannschaft wieder zu Null verloren hatte. „Es war ein wesentlich besseres Spiel als letzte Woche und eigentlich haben wir auch das Spiel kontrolliert und hatten die wesentlich besseren Chancen. |
Diese Niederlage ist ärgerlich, aber wir haben ja noch das Rückspiel. Was mich allerdings noch mehr ärgert ist die Tatsache, dass wir am Mittwoch noch ein Bundesligaspiel in München haben, dafür ein ganz großes Lob an den DFB für diese tolle Terminplanung! An der Torausbeute müssen wir ganz klar noch arbeiten und dann sehen wir was nächste Woche in Potsdam passiert, “ so Schröder weiter.
Nur ein einziges Mal musste Desiree Schumann hinter sich greifen. Alle anderen Duisburger Torschüsse konnte sie durch ihre konstant gute Leistung abwehren. „Es war das erwartet enge Spiel. Wir wollten zu Null spielen und von daher bin ich mit dem Ergebnis, der aufopferungsvollen Leistungsbereitschaft meiner Mannschaft zufrieden. Zudem bin ich glücklich darüber, dass auch Uschi mit ihren tollen Paraden die Null gesichert hat und das gibt auch einer Torhüterin ein immenses Selbstvertrauen. Wir werden uns genauso wie heute wieder konzentriert auf das Rückspiel vorbereiten und dann sehen wir weiter, “ so eine zufriedene FCR Trainerin Martina Voss-Tecklenburg.
Die Fans des FCR 2001 Duisburg sowie der Fanclub Bierbudenpower feuerten ihre Mannschaft aufopferungsvoll an.
FCR 2001 Duisburg:
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