UEFA Women´s Champions League – Viertelfinale – Rückspiel"Ruhrpott-Express" fährt ins HalbfinaleArsenal LFC – FCR 2001 Duisburg 0:2 (0:0) | ||
Text von Karin Reuter 17.03.2010 Zwar war Duisburg lediglich mit einem mageren Polster nach London gereist, doch gab sich das Team von Martina Voss-Tecklenburg im Stadion "Woodside Park" in Bishop's Stortford keine Blöße und sicherte sich mit einem nie gefährdeten 0:2 Sieg den Einzug unter die letzten vier der UEFA Women´s Champions League. Damit bleibt Duisburg weiterhin ohne Niederlage auf der europäischen Fußballbühne. Die Gastgeberinnen starteten mit einer Veränderung im Vergleich zum Hinspiel. Kim Little musste wegen einer Gelb-Sperre pausieren. Dafür spielte die schottische Nationalspielerin Jennifer Beattie in der Startformation. Der FCR 2001 Duisburg startete mit der Erfolgself, die das Hinspiel bereits für sich hatte entscheiden können. Duisburger Fans auf der Haupttribüne im Woodside Park Bei richtig tollem Fußballwetter erlebten ca. 80 mitgereiste Duisburger Fans einen wunderbaren Fußball-Nachmittag im Woodside Park. Schon in den ersten fünf Minuten drang der FCR immer wieder in den gegnerischen Strafraum ein und nach 20 Minuten hatten die Duisburger Fans bereits eine ganze Reihe guter Torchancen ihres Teams zu sehen bekommen. Die beste Möglichkeit dieser Anfangsphase hatte Inka Grings nach einem Freistoß von Alexandra Popp. Aber die irische Nationaltorhüterin Emma Byrne bewahrte ihre Mannschaft vor einem frühen Rückstand. Diesen Ball konnte Arsenals Beste auf dem Platz, Emma Byrne, gerade noch abwehren Dann verflachte der Duisburger Angriffswirbel jedoch, und die Heimelf löste sich aus der Umklammerung. So kam dann auch Arsenal zu einer Großchance in der 38. Minute durch Gemma Davison, nachdem diese zwei Duisburger Verteidigerinnen ausgespielt hatte. Aber Torfrau Ursula Holl konnte den Schuss parieren. Während der ersten Halbzeit waren die Löwinnen dominierend und die eindeutig überlegenere Mannschaft, trotzdem stand es zur Pause nur 0:0. Inka Grings mit dem unbedingten Siegeswillen im Gesicht enteilt ihrer Gegenspielerin |
Duisburg ist im Halbfinale der Champions League und hat den großen Namen Arsenal London ausgeschaltet! Entsprechend groß war der Jubel bei Duisburg nach dem Abpfiff, Enttäuschung dagegen bei Ciara Grant vom LFC Arsenal | |
Nach der Halbzeitpause waren die Duisburgerinnen nun bedeutend engagierter und druckvoller. Vor allem taktisch wirkten sie nun geschlossener. Arsenal London wurde in die Defensive gedrängt und war nur noch darauf bedacht zu verteidigen, allerdings nicht sonderlich erfolgreich. In der 49. Minute erzielte Jennifer Oster, nach Zuspiel von Grings, den längst fälligen Führungstreffer zum 0:1. Jennifer Oster gegen Corinne Yorston und Gilly Flaherty Zwar hatten die Engländerin noch eine Chance durch Faye White vorzuweisen, aber da stand ja immer noch eine Uschi Holl im Tor der Löwinnen, die es zu überwinden galt, was White nicht gelang. Nach dem 2:1-Hinspielsieg der Duisburgerinnen hätte Arsenal nun bereits zwei Tore erzielen müssen, um wenigstens die Verlängerung zu erzwingen, doch auch in dieser Situation war insgesamt wenig Offensivdrang bei den Spielerinnen aus London zu sehen. Der ehemalige Sieger des UEFA Women's Cup (2006/07) hatte während der gesamten Partie kaum Torchancen vorzuweisen. Offensichtlich konnte die Abwanderung der großen Stars dieser Zeit wie Kelly Smith, Karen Carney, Alex Scott, Anita Asante und Lianne Sanderson in die US-amerikanische Profiliga noch nicht kompensiert werden. Niamh Fahey gegen Simone Laudehr Oder Duisburg war einfach zu stark für die Engländerinnen... Immer wieder rückten die Duisburgerinnen vor und nahmen Kurs auf das Tor der Gastgeber. Jennifer Oster durfte sich dann noch ihren wohlverdienten Applaus für ein gutes Spiel - und das wichtige Tor - abholen, als sie kurz vor Schluss ausgewechselt wurde. Martina Voss-Tecklenburg bewies dabei ein glückliches Händchen, denn die eingewechselte Marina Himmighofen sorgte in der 88. Min. mit ihrem Abstaubertreffer zum 0:2 für die Entscheidung. |
Der FCR ließ die Partie mit angezogener Handbremse ausklingen. Die Aktionen der Engländerinnen blieben nicht zwingend genug, um den FCR ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Arsenal hatte alles gegeben und musste sich am Ende doch aus der Champions League verabschieden. ![]() Nach dem Spiel bedankten sich die siegreichen "Euro-Fighterinnen" bei ihren Fans: v.l. Simone Laudehr, die beiden Torschützinnen Marina Himmighofen und Jennifer Oster, Annemieke Kiesel, Anne van Bonn Enttäuschend war dabei sicher auch, dass nur 724 Zuschauer ihr Team dieses Rückspiel im Viertelfinale der Champions League hatten sehen wollen, und das, obwohl durch die Verlegung der Partie auf einen Sonntag eigentlich gute Voraussetzungen für einen Besuch im Stadion geschaffen worden waren. Blick auf die Haupttribüne im Stadion Woodside Park - ein schönes, kleines Stadion. Schade, dass es bei einem so wichtigen Spiel so leer blieb
FCR 2001 Duisburg:
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