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Hallenturnier

SC Freiburg standesgemäß - Hoffenheim II überrascht

4. LOKALMATADOR.de Cup in Rauenberg

Text und Bilder von Tom Schlimme

31.01.2012  Bereits zum vierten Mal wurde am vergangenen Sonntag der LOKOALMATADOR.de Cup in der Mannaberghalle in Rauenberg ausgetragen. Rauenberg liegt in der Nähe von Heidelberg, und wie der Name "Lokalmatador" schon sagt, ging es darum, das beste Hallenteam der Region zu finden. Angetreten war dann aber schon fast alles, was im Bereich zwischen Köln und Freiburg im Frauenfußball Rang und Namen hat.

Hallensieger in Rauenberg: Der SC Freiburg

Am Ende des Turniers konnte sich das Team des SC Freiburg über den verdienten, aber hart erkämpften Turniersieg freuen

Der LOKALMATADOR.de Cup war von Georg Kühling und seinem Team sehr gut organisiert worden. Die Halle war voll, und eine Vielzahl von Sponsoren ermöglichte es, den Zuschauern freien Eintritt zu gewähren. Auch sportlich lief alles reibungslos, die Spiele folgten ohne unnötige Pausen aufeinander, und es waren genug Schiedsrichterinnen da, um sich regelmäßig abwechseln zu können. Sehr lobenswert auch der Hallenbelag, es wurde auf erstklassigem Kunstrasen gespielt.

Bereits am Vortag war hier unter 16 niedrigklassigeren Mannschaften der Region der Frauen-RegioCup ausgetragen worden. Die beiden Erstplatzierten qualifizierten sich für den LOKALMATADOR.de Cup, dies waren der ASV Hagsfeld und die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim, beide Konkurrenten in der Oberliga. So war Hoffenheim am Sonntag also mit zwei Teams vertreten, denn die erste Mannschaft der TSG war, wie sechs andere Mannschaften aus der 2. Bundesliga Süd auch, ebenfalls vertreten. Für die Hoffenheimer Spielerinnen war das Turnier ein kleines Heimspiel, sie hatten die kürzeste Anreise und wurden dementsprechend auch von der größten Fangemeinde unter den Zuschauern unterstützt. Der SC Freiburg war als Titelverteidiger angetreten und einziger Erstligist im Teilnehmerfeld.



Die Direktorin für Frauenfußball des DFB, Steffi Jones, hatte als Glücksfee agiert und die Lose so gezogen, dass Hoffenheim I mit dem SC Freibug, dem VfL Sindelfingen, dem ETSV Würzburg und dem ASV Hagsfeld in einer Gruppe spielten. In der anderen Gruppe trafen der 1. FC Köln, der 1. FFC Frankfurt II, der 1. FFC 08 Niederkirchen, der TSV Crailsheim und eben die TSG Hoffenheim II aufeinander.


Ergebnisse Gruppe A:
VfL Sindelfingen – ASV Hagsfeld 1 : 0
1899 Hoffenheim – ETSV Würzburg 3 : 0
1899 Hoffenheim – ASV Hagsfeld 7 : 2
ETSV Würzburg –  SC Freiburg 0 : 6
ASV Hagsfeld  –  SC Freiburg 0 : 4
1899 Hoffenheim – VfL Sindelfingen 1 : 0
ETSV Würzburg –  ASV Hagsfeld 4 : 0
VfL Sindelfingen – SC Freiburg 0 : 4
SC Freiburg  –  1899 Hoffenheim 4 : 2
VfL Sindelfingen –  ETSV Würzburg 2 : 2


Der SC Freiburg gewann die Gruppe also mit 18:2 Toren, einzig Hoffenheim II schaffte zwei Gegentreffer gegen Freiburg. Freiburg wurde also Grupperster der Gruppe A, Hoffenheim I Gruppenzweiter. In der Gruppe B gab es folgende Ergebnisse:

Ergebnisse Gruppe B:
1. FFC Niederkirchen – TSG 1899 Hoffenheim II 1 : 3
1. FFC Frankfurt II – TSV Crailsheim 0 : 3
1. FFC Frankfurt II – TSG 1899 Hoffenheim II 0 : 1
TSV Crailsheim – 1.FC Köln 1 : 1
TSG 1899 Hoffenheim II – 1.FC Köln 1 : 0
1. FFC Frankfurt II – 1. FFC Niederkirchen 0 : 2
TSV Crailsheim – TSG 1899 Hoffenheim II 0 : 2
1. FFC Niederkirchen – 1. FC Köln 3 : 4
1. FC Köln – 1. FFC Frankfurt II 4 : 1
1. FFC Niederkirchen – TSV Crailsheim 3 : 3

Enttäuschend das Abschneiden der zweiten Mannschaft des 1. FFC Frankfurt, die nur ein Tor im Turnier erzielte und Gruppenletzter wurde. Doch das Team von Trainer Winfried Klein war, wie dieser mir später erklärte, aufgrund zahlreicher Verletzungsausfälle mit sehr vielen ganz jungen Spielerinnen aus der dritten Mannschaft angereist, deren Leistung man in dieser Konstellation nur loben kann. Sensastionell aber dagegen der Erfolg der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim, die Gruppenerster wurde und damit im Halbfinale auf ihre erste Mannschaft traf. Im zweiten Halbfinale standen sich nun also der SC Freiburg und der 1. FC Köln gegenüber.
Vorher wurde jedoch noch in einem Neunmeterschießen der Kampf um Platz 5 ausgetragen. Hier gewann der TSV Crailsheim mit 4:3 gegen den VfL Sindelfingen.

Dann kam es zum ersten Halbfinale. In einem sehr schnellen und attraktiven Spiel gewann der SC Freiburg mit 4:1 gegen den 1. FC Köln. Im zweiten Halbfinale ging es etwas gemächlicher zu, Hoffenheim I gegen Hoffenheim II spielten nicht mit ganz hundertprozentigem Einsatz. Aber auch in diesem Spiel konnten die jungen Spielerinnen des Oberligateams überzeugen, ihnen gelangen zwei Tore gegen ihre Kolleginnen aus der ersten Mannschaft, die allerdings auch vier Tore schossen und somit ins Finale kamen.
Nach einer kurzen Pause kam es dann zum Spiel um den dritten Platz zwischen Hoffenheim II und Köln, und es wurde wieder richtig schnell und spannend. Die jungen Hoffenheimerinnen gaben noch einmal alles, sie gewannen mit 6:3 gegen den starken Zweitligisten. Später erklärte mir Hoffenheims Pressesprecherin Isabel Engstfeld, dass Hoffenheim eine sehr intensive Jugendarbeit betreibt. In St. Leon-Rot wurde das Dietmar-Hopp-Jugendförderzentrum für Mädchen und junge Frauen eingerichtet, wo die jungen Spielerinnen sehr intensiv gefördert werden. Das Konzept ist nach meinem Eindruck nah am Internatskonzept, wie es z.B. vom Land Brandenburg für den 1.FFC Turbine Potsdam betrieben wird, allerdings gibt es kein Internat im ursprünglichen Sinne, sondern die Mädchen, die von weiter weg kommen, leben bei Gasteltern. Gerade heute wurde bekannt, dass gleich 15 Spielerinnen der TSG Hoffenheim für die Badische U19-Auswahl berufen wurden. Die zweite Mannschaft spielt in der Oberliga um den Aufstieg in die Regionalliga mit, liegt derzeit auf dem zweiten Tabellenplatz. Hier wird absolut vorbildlicher Einsatz für die Ausbildung junger Spielerinnen betrieben, und das ganz offensichtlich sehr erfolgreich!


Selina Häfele Torjubel Hasret Kayikci


Bleibt noch vom Finale zwischen Hoffenheim I und Freiburg zu berichten. Auch hier wurde es noch mal spannend, doch die Freiburgerinnen waren nicht gewillt, sich gegen den Zweitligisten eine Blöße zu geben. Stefanie Wendlinger erzielte zwei wunderschöne Tore für Freiburg aus der Entfernung, und immer wenn Hoffenheim gerade durch einen Treffer wieder heran gekommen war, ging Freiburg erneut in Führung. So gewann Freiburg dann mit 3:2 und konnte somit den Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Auch bei den Einzeltiteln sahnte Freiburg ab: Hasret Kayikci wurde von den Trainern zur besten Spielerin gewählt, Marisa Brunner zur besten Torhüterin und Melanie Leupolz war die erfolgreichste Torschützin.

Insgesamt ein sehr attraktives Turnier, das im nächsten Jahr wieder stattfinden soll!


Melanie Leupolz Marisa Brunner Hasret Kayikci


SG Hoffenheim II TSG Hoffenheim Steffi Jones




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