Von Volker Lieberum (Text und Archivfotos)
29.10.2005
Als ich nach dem Halbfinale mit Victoria Svensson über den Lieblingsgegner für das Finale sprach, wollte sie Umeå bestimmt nicht haben. Die Nordschwedinnen waren in diesem Jahr die Übermannschaft der Liga. Bis auf ein Unentschieden hatten sie alle Spiele gewonnen und vor genau drei Wochen fügten sie DIF eine bittere 7:0-Niederlage zu.
Doch wie in Deutschland hat auch in Schweden der Pokal seine eigenen Gesetze.
Genau um 12:00 pfiff Lena Arwedahl aus Mellerud, die schon das Halbfinale in Karlstad leitete, die Partie im Råsunda Stadion in der schwedischen Hauptstadt Stockholm an. Beide Seiten mussten z.T. auf wichtige Spielerinnen verzichten, so Umeå auf Anne Mäkinen und Sanna Valkonen, die morgen mit Finnland gegen Spanien spielen und Djurgården auf Laura Kalmari (ebenfalls finnischer Länderspieleinsatz) und Jane Törnqvist, die sich im UEFA Cup Spiel gegen Sparta Prag verletzt hatte. Dadurch wird sie wahrscheinlich auch auf ihren Einsatz gegen Potsdam verzichten müssen.
Jeder wartete darauf, wie hoch UIK gewinnen würde. Doch von Anfang an machte Vickans Team den Zuschauern klar, dass heute mit ihnen zu rechnen ist. Die Mannschaft erwischte den besseren Start und hatte ihrerseits auch die gefährlichen Umeå Spielerinnen gut im Griff. Besonders Jenny Curtsdotter, der Ersatz für Törnqvist und Therere Brogårde sei hier genannt.
In der 28. min. gab es die erste Ecke für Djurgården. Dieses trat Sara Thunebro herein, Therere Brogårde war als erste am Ball und ihr Schuss wurde unglücklich von Elaine, chancenlos für Sofia Lundgren, ins eigene Tor gelenkt.
Auch weiterhin war Umeå chancenlos oder fand ihren Meister in Maja Åström im Djurgården Tor.

Umeå, hier beim Halbfinale in Malmö
In der 34. min. erhöhte Victoria Svensson mit einem Traumtor zum
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Der schwedische Pokalsieger: Djurgården/ Älvsjö, hier beim Halbfinale in Karlstad. Auch die beiden Referees, Lena Arwedahl und Marie-Louise Svanström, waren beim Finale wieder dabei
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2:0. Mit diesem Resultat ging man in die Pause.
Auch die zweite Hälfte glich der ersten, mit Feldüberlegenheit für die Stockholmerinnen, obwohl Umeå eine Spielerin ausgewechselt hatte und vom 4-4-2 System auf 4-3-3 wechselte. Aber es war einfach nicht der Tag für die Nordschwedinnen. So verletzte sich auch noch ihre Brasilianerin Marta bei einem Kopfballduell in der 65. min. so schwer am Kopf, dass sie ins Karolinska Krankenhaus abtransportiert wurde.

Beste auf Seiten Umeås, Anna "Sjöa" Sjöström
In der 70. min. kam dann das endgültige Aus für Umeå IK. Ein Freistoss von Linda Fagerström getreten, konnte Sofia Lundgren parieren, doch der Nachschuss von Sara Johansson landete zum 3:0 im Netz der Umeåerin.
Zwei Minuten vor Schluss erzielte Anna Sjöström, die zur besten Spielerin auf der Seite Umeås gewählt wurde, auf 3:1 und so trennte man sich auch nach 90 Minuten. Bei Djurgården/ Älvsjö zeichneten sich besonders Victoria Svensson und Linda Fagerström aus, aber insgesamt
zeigte die gesamte Mannschaft eine hervorragende Leistung.
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Neben Vickan war sie beste DIF Spielerin, Linda Fagerström
Umeå IK:
Sofia Lundgren - Frida Östberg, Anna Paulson, Karolina Westberg, Maria Bergkvist - Malin Moström, Elaine, Maria Nordbrandt (Kristina Wiklund, 45.) - Anna Sjöström, Hanna Ljungberg, Marta (Johanna Andersson, 68.)
Djurgården/Älvsjö:
Maja Åström - Helén Fagerström, Therese Brogårde, Jenny Curtsdottr, Kristin Bengtsson - Elin Ekblom (Sara Johansson, 56.), Linda Fagerström, Anna Hall, Ann-Marie Norlin (Malin Nykvist ,56.)- Victoria Svensson, Sara Thunebro
Tore:
1-0, Eigentor (28)
2-0, Victoria Svensson (34)
3-0, Sara Johansson (70)
3-1, Anna Sjöström (88)
Schiedsrichterin:
Lena Arwedahl, Mellerud
Zuschauer: 1372
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